Original paper

Über die Glazialbildungen im Czenstochauer Juragebiete.

Koroniewicz, P.

Kurzfassung

Der Jura von Czenstochau, gut bekannt wegen seiner versteinerungsreichen Schichten des Doggers und Malms bildet einen Teil des sogenannten Krakau-Wielunschen jurassischen Höhenrückens, welcher aus dem Krakauschen in nordwestlicher Richtung über Olkusz, Czenstochau nach Wielun und sogar noch weiter bis nach Kalisch streicht. Bei dem Dorfe Kromolów, unweit der Eisenbahnstation Zawiercie, beginnt die Warthe und läuft nordwestlich dem Westrande des Jurazuges entlang; bei Wrzosowa, oberhalb Czenstochau, trennt sie vom Zuge einen ziemlich hohen und breiten Hügel aus oberjurassischen Schichten ab und bei Czenstochau selbst einen zweiten, aber kleineren Hügel, die Jasna Góra, auf welcher die berühmte Wallfahrtskirche steht. Von hier biegt die Warthe nach NO, dann O um und arbeitet sich in den Felsenkalken des oberen Juras bei Mirów und Mstów quer durch den ganzen Rücken durch. Wirft man einen Blick auf die F. Römersche ,Geognostische Karte von Oberschlesien", Sektion Woischnik (Blatt Nr. 6), so sieht man sofort ein höchst eigentümliches Verhalten der Juraablagerungen zu dem sie deckenden Diluvium. Die Gegend südöstlich von Czenstochau, bis zum rechten Wartheufer, weist eine regelmäßige und scharf ausgeprägte streifenartige Verteilung der einzelnen nordweststreichenden Jurazonen nach; die Diluvialbildungen treten hier nur vereinzelt auf und mit Verwitterungspodukten der nackten Jurafelsen zusammen. Ein ganz umgekehrtes Bild sehen wir nördlich von Czenstochau und auf dem linken Wartheufer: lange Streifen der Jurazonen verschwinden hier vollständig, und nur hier und da treten aus fast ununterbrochener Diluvialbedeckung vereinzelte Jurainseln hervor, zugleich aber bleibt die gesetzmäßige zugartige Anordnung der Jurazonen erhalten, denn jedem Jurastreifen dort entspricht eine Jurainsel hier, nur ist der tektonische Bau des Jurarückens sehr durch die Glazialbildungen verwischt. ...