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Über Dwykakonglomerat im Lande Katanga, Belgisch-Kongo.

Stutzer, O.

Kurzfassung

Zwischen dem 10. und 11. Grad südlicher Breite bin ich im hiesigen Lande öfter einem Konglomerat begegnet, das ich als Dwykakonglomerat ansprechen möchte. Einen der besten Aufschlüsse dieses Gesteines findet man bei den heißen Salzquellen von Moashia (Mwashia), wo dasselbe dicht am Ufer des Lufira zusammen mit Kalkstein, Tonschiefer und Quarzit ansteht. Das Streichen der Schichten ist N 55-60 W, das Einfallen sehr steil, beinahe vertikal. Der petrographische Charakter dieses Konglomerates ist von Cornet in ausgezeichneter Weise beschrieben worden in seinem Werke: ,Observations sur les terrains anciens du Katanga." Er beschreibt es von mehreren Stellen des Landes und nennt es, z. B. bei Bunkea (a. a. O., S. 46) einen ,Poudingue à pâte schisto argileuse et à galets de quartz, quartzites, phtanites, granite, porphyre etc.". Bei Moashia ist dieses Konglomerat in zahlreichen schönen Aufschlüssen zu studieren. In einer blauschwarzen, nichtgeschieferten Grundmasse sind hier ganz unregelmäßig kleine und große Gesteine eingebettet. Die Größe der einzelnen Einschlüsse ist sehr verschieden. Teils sind sie klein wie Nüsse, teils erreichen sie einen Durchmesser von mehr als einen Meter. Unter den Geröllen findet man verschiedenartige Granite, Pegmatite mit großen Turmalinen, Turmalinfels, Gabbrogesteine verschiedener Ausbildung, Felsitporphyre, Gangquarze und Erzbrocken, dichte Quarzite von roter, grüner, grauer oder schwarzer Farbe, rote Feuersteine, oolithische Kieselschiefer, grauen Gneis, verschiedene krystalline Schiefer, Kalkstein usw. Alle diese Gerölle liegen, wie bereits gesagt, ganz unregelmäßig in einer tonigen Grundmasse verteilt; man kann also das Konglomerat an vielen Stellen als einen geröllführenden erhärteten Ton bezeichnen. Als besonders auffallend muß demnach an diesem Konglomerate bezeichnet werden: 1. die tonige Grundmasse; 2. die unregelmäßige Verteilung der Gerölle; 3. die Art der Gerölle, die zum Teil in der weiteren Umgegend nicht anstehen. ...