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Fluviatile Abtragungsperioden im südlichen Deutsch-Ostafrika

v. Staff, Hans

Kurzfassung

Die Oberflächenformen im Hinterlande der Südküste von Deutsch-Ostafrika zeigen, abgesehen vom Einfluß des gegenwärtig wirkenden Erosionszyklus, die deutlichen Spuren zweier weiterer Zyklen, deren einstige Erosionsbasen in der heutigen Landschaft um mehrere hundert Meter (westlich von Lindi auf ca. 230, bzw. ca. 530 m) gehoben erscheinen. Dem älteren dieser beiden Zyklen gehören u.a. die ebenen, aus fast horizontal gelagerten, eine präkretazische Inselberglandschaft bedeckenden Schichten der Unterkreide aufgebauten Hochflächen der Makonde-, Rondo-, Noto-, Likonde-Plateaus an. Diese entsprechen einem einheitlichen, erst durch spätere Hebung und Erosion zerstückten Niveau, über dessen größeren Restflächen sich vielleicht (?) einzelne Andeutungen noch älterer Formen bis auf ca. 800 m erheben.