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Dwykakonglomerat und Karroosystem in Katanga.

Grosse, E.

Kurzfassung

Bei meinen Frospektierungsarbeiten im Kundelungugebirge, die ich im Auftrage der Société industrielle et minière du Katanga in Brüssel unternahm, fand ich an verschiedenen Stellen ein meist mächtiges Konglomerat, das die Kennzeichen einer fossilen Grundmoräne besitzt. In einer teils sandigen, teils tonigen, roten oder grünlichen ungeschichteten Grundmasse enthält es locker und regellos eingestreut Geschiebe von Quarziten, Gangquarzen, Tonschiefern, Graniten, Quarzporphyren, Porphyriten von Eigröße bis zu einem Durchmesser von 1/2 m und mehr. Die Geschiebe sind teils tadellos gerundet, teils zeigen sie aber ebene und scharf geschrammte Schlifflächen, so daß wohl kein Zweifel besteht, daß das Konglomerat glazialen Ursprungs und ident mit dem Dwykakonglomerat Südafrikas ist. Die Mächtigkeit schwankt. Die größte beobachtete Mächtigkeit beträgt über 100 m. Das Liegende fand ich nur einmal gut aufgeschlossen. Es zeigte sich da, daß das Konglomerat konkordant über den liegenden Schichten folgt, und daß es sich ganz allmählich aus einer grünlichen grobkörnigen Arkose entwickelt, indem in deren hangendem Teile sich nach und nach zuerst vereinzelte, dann zahlreichere Geschiebe einstellen. Über dem Dwykakonglomerat folgt eine Zone von grauen Kalken, die an der Basis stellenweise als Plattenkalke entwickelt sind, und von roten sandigen Kalken. Die Mächtigkeit beträgt im Maximum 30-40 m. Durchgehenden Charakter besitzt diese Zone jedoch nicht. Sie wird stellenweise von roten Schiefertonen und Arkosen ersetzt. Über der Kalkzone folgt im Süden eine mehrere hundert Meter mächtige Zone von roten und violetten Mergelschiefern mit wenigen dünnen Kalkbänken. Im mittleren und nördlichen Teil des Kundelunguplateaus ist diese Zone ebenfalls in der Facies von roten Schiefertonen und Arkosen entwickelt.