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Eine Nachschrift ,Zur Umrißform von Celebes".

Abendanon, E. C.

Kurzfassung

In meinem Aufsatz habe ich leider Herrn von Staff eine Äußerung in den Mund gelegt, die er nicht getan hat. Die Sätze, in denen ich seinen Standpunkt wiederzugeben meinte, sind nicht von ihm, sondern von Herrn Aulburg. Übrigens bleiben meine Anschauungen über die Tektonik von Zentral-Celebes dieselben, und würde diese Rektifikation genügen, wenn nicht die Publikation des Herrn P. Sarasin mich veranlagte, mit kurzen Worten zu berichten, warum und inwieweit meine Ansichten über die Tektonik von Celebes im Jahre 1910 sich änderten. In 1909 kannte ich allein das Latimodjong-Gebirge, das antiklinal gefaltet ist, und dachte damals, daß das Takolekadjoe-Gebirge, wie die Sarasins mitgeteilt hatten, und die anderen hohen Gebirgsketten von Zentral-Celebes ähnlich gefaltet wären. 1910 zog ich über diese hohen Gebirge und kam zu einer anderen Erkenntnis. Wir haben in Zentral-Celebes mit den folgenden tektonischen Erscheinungen zu tun. 1. Die intensive Faltungsstruktur des krystallinischen Schiefergebirges ist so intensiv, daß senkrechte Schichten keine Ausnahmen bilden. Wann hat diese Faltung stattgefunden? Und wie war ihre Streichrichtung? Ahlburg meint, daß es im Untercarbon geschah, und daß die Streichrichtung NW wäre. Weil Fossilien nicht gefunden wurden und diskordante jüngere Schichten fehlen, kann ich nur sagen, daß diese Faltung in Zentral-Celebes vormesozoisch gewesen sein muß; ihre Streichrichtung war jedoch nicht überall gleichmäßig: im SW vom Posso-See OW und im NO dieses Sees N 20° O. Ein großer Teil von Zentral-Celebes soll im Mesozoicum Land gewesen sein, und während Molengraaff in Timor eine nahezu vollständige Serie von Sedimenten beobachtet hat vom Perm bis zum Eocän, ist davon fast in ganz Zentral-Celebes nichts zu finden. Im Eocän fand eine größere Transgression statt und wurde ein Nummuliten-Kalkstein gebildet, der jedoch auf den hohen Horsten von Zentral-Celebes fehlt und vielleicht auch nicht dagewesen ist.