Original paper

Über glaziale Konglomerate im Lande Katanga, Belgisch-Kongo.

Stutzer, O.

Kurzfassung

Im letzten Monatsbericht des Jahres 1911 dieser Zeitschrift veröffentlichten wir eine Mitteilung: ,Über Dwykakonglomerat im Lande Katanga, Belgisch-Kongo." Im sechsten Monatsberichte 1912 erschien ferner eine Mitteilung des Herrn E. Grosse: ,Dwykakonglomerate und Karroosystem in Katanga." Es wurden in dieser Mitteilung ebenfalls Konglomerate glazialen Ursprungs aus dem Lande Katanga beschrieben. Der Fundpunkt dieses von Grosse beschriebenen Konglomerates liegt von dem von uns beschriebenen etwa fünf Marschtage entfernt. Wir selbst haben Aufschlüsse dieses Konglomerates (,Wemashi"-Konglomerat Studts) später an mehreren Stellen zwischen 8 und 13 Grad südlicher Breite gesehen. Unzweifelhafte Beweise seiner glazialen Entstehung fanden wir aber nur bei den heißen Quellen von Moashia am Lufira. Diese Quellen besuchten wir später noch öfters, zuletzt am 11. März d. J. Es seien daher im folgenden noch einige Ergänzungen und Berichtigungen zu der früheren Notiz über die dortigen Aufschlüsse mitgeteilt. Der geologische Untergrund der Salinen von Moashia ist schon früher von J. Cornet beschrieben worden. Die Schichten, die hier zutage treten, fallen ganz steil ein. Weiter entfernt von der Saline treten im Nordosten ,Kambove"-Schichten (,Moashia" - Schichten Cornets), im Südwesten ,Lufira-Kundelungu" - Schichten (,Katete" - Schichten Cornets) auf. Durch Aufschlüsse ist ein Übergang zwischen ,Kambove"-Schichten und dem glazialen Konglomerate sichtbar. Zwischen dem Konglomerate und den ,Lufira-Kundelungu"-Schichten sind Übergänge aber nicht aufgeschlossen. Hier ist vielmehr alles bedeckt. An allen anderen Stellen Katangas, wo ich die betreffenden Konglomerate antraf, war Hangendes und Liegendes ebenfalls direkt nicht sichtbar.