Original paper

Zur Kenntnis der Epidermis von Mariopteris muricata

Huth, W.

Kurzfassung

Als die erste Mitteilung über die Epidermis von Mariopteris muricata für die Paläobotanische Zeitschrift gerade druckfertig war, erhielt ich von Herrn Gothan aus Paris die Nachricht, daß Zeiller bereits Alethopteris Grandini aus dem oberen Produktiven Carbon maceriert hätte. Da die Zeitschrift in kürzester Zeit erscheinen sollte, so fügte ich die mir gemachte Mitteilung eiligst noch im Petitdruck an die Arbeit an. Wie nun Zeiller nach Empfang der oben erwähnten Arbeit in einem Briefe an Gothan mitteilt, hat er aber Alethopteris Grandini tatsächlich nicht maceriert, sondern die Oberflächenstruktur der Pflanze bot sich ihm durch einen Befall für mikroskopische Beobachtung dar. Er sagt darüber in dem genannten Schreiben: ,... cette cuticule s'offrait toute prête pour l'examen microscopique sur l'échantillon lui-mème, et je n'ai eu aucune préparation à lui faire subir, aucun mérite par conséquent à l'étudier et à en donner la figure. L'observatipn de M. Huth constitue done une découverte vraiment nouvelle et d'un réel intérêt en ce qu'elle montre la possibilité de trouver, parmi les Fougères ou les Ptéridospermées houillères, des échantillons se prêtant à la préparation et à l'étude de la cuticule." An anderer Stelle in demselben Briefe sagt er: ,c'est la première fois qu'on arrive à obtenir une préparation de cuticule de Fougères (ou Ptéridophyllée) du terrain houiller par la méthode de Schulze. Je l'ai essayé bien souvent et n'ai jamais rien obtenu ..." Es ist demnach also tatsächlich das erste Mal, daß es gelungen ist, Farnepidermen aus dem Produktiven Carbon zu präparieren und zu mikroskopieren, und nur darin liegt auch zunächst die Hauptbedeutung dieser kleinen Arbeit. Ob es gelingen wird, in mehreren oder gar in vielen Fällen die Epiermen so zu präparieren und mikroskopisch studieren zu können, bleibt vorläufig fraglich. Wenn es aber gelingen sollte, so ist nicht ausgeschlossen, daß die Oberflächenstruktur vielleicht zur Klassifizierung der Farne des Carbons mitbenutzt werden konnte, und dadurch wäre, möglicherweise ein Mittel vorhanden, die Klassifizierung im rezenten Sinne natürlicher zu gestalten.