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Zur Geologie von Katanga.

Guillemain, C.

Kurzfassung

Die Katanga-Provinz der heutigen belgischen Kongo-Kolonie nimmt die Südostecke dieses innerafrikanischen Riesenkolonialreiches ein. Physikalisch-geographisch kann sie wohl am treffendsten als das Gebiet der drei Hauptquellflüsse des Kongo, des Luapula, des Lufira und des Lualaba bezeichnet werden. Im Süden und Osten fallen die physikalich-geographischen Grenzen unmittelbar zusammen mit den politischen. Die Sudgrenze ist die Wasserscheide zwischen Kongo- und Zambesi-Becken. Die Westgrenze wird bezeichnet durch den Seengürtel Bangwelo-, Moero-, Tanganika-See. Im Norden und Westen sind die Grenzen der politischen Provinz Katanga zurzeit noch rein theoretische. Im Westen war sie bisher eine Parallele zum 24. Längenkreis. Ganz kürzlich sind hier einige Verschiebungen auf Grund politischer, ethnologischer und verwaltungstechnischer Rücksichten eingetreten. Im Norden wird die Grenze vom fünften südlichen Breitenkreise gebildet. Geologisch-stratigraphisch zeigt dies gewaltig ausgedehnte Gebiet eine verhältnismäßig weit größere Einfachheit und Einheitlichkeit, als man bisher anzunehmen geneigt war. Als Hauptmerkmale dieser Übereinstimmung muß die Fossilleere der ganzen Schichtenfolge zuerst genannt werden, sodann das häufige Wechsellagern ähnlicher Gesteinsschichten. Beide Tatsachen scheinen auf eine durch sehr lange Zeiträume fortwirkende Gleichmäßigkeit in den Klima- und den Absatz-Bedingungen hinzuweisen. Cornet hat zwar bereits (50; 145-154) sehr vollständige bibliographische Verzeichnisse zusammengestellt, auf denen natürlich auch das Obige fußt, doch enthält seine Bibliographie générale, neben geologischen, auch alle Arbeiten geographischen, klimatologischen, ethnographischen, wirtschaftspolitischen usw. Inhaltes. Von seiner ,Bibliographie spéciale de« gisement minien du Katanga" (50; 152) sagt er andererseits selbst: ,Cette bibliographie, mise ä jour en octöbre 1911 ne contient que l'étude des gisements miniers en eux-mêmes."