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Zur Geologie des Kartsteins.

Sommermeier, L.

Kurzfassung

Durch die Ergebnisse der Tor 2 Jahren von C. Rademacher vorgenommenen und beschriebenen^ Ausgrabungen in den ,Kakusböhlen" im Kartstein in der Eifel (Meßtischbl. Mechernich) hat die vorgeschichtliche Forschung-speziell für das Paläolithicum in Westdeutschland-eine wertvoll Bereicherung erfahren. Wenn auch nach R. R. Schmidt der Nachweis des Acheuleen hinfällig ist und die dem Aurignacien zugewiesenen Artefakte nicht sicher datierbar sind so liegen doch ,zwei wohlausgeprägte Kulturen: Mousterien und Magdalenien vor". Auch die diluviale und postglaziale Wirbeltierfauna ist in den Höhlenfunden typisch vertreten Bei der Bedeutung, welche der Eartstein als prähistorischer Fundpunkt dadurch gewonnen hat, ist es wohl angebracht auch einmal die geologischen Verhältnisse zu beleuchten da diesen Rademacher in seiner Beschreibung nicht gerecht geworden und wohl auf Grund seiner Angaben der Hauptirrtum auch in das Werk von R. R. Schmidt usw. übergegangen ist. Um von den kleineren Mißverständnissen, die lokale Geologie betreffend, abzusehen, ist das Wesentlichste: Die Kakushöhlen sind nicht Hohlen im mitteldevonischen Kalk- oder Dolomit, wie etwa Buchenloch, Balverhöhle, Wildscheuer und die meisten anderen der zahlreichen Höhen in Rheinland und Westfalen, sondern das Höhlengestein ist ein diluvialer Kalktuff, aus dem der ganze Kartsteinfelsen besteht. Die allgemeine Situation ist kurz folgende: Der Nordflügel der Sötenicher Mulde (der nördlichsten der Eifeler Kalkmulden) wird bei dem Dorf Eiserfey, welches auf der Grenze des Unter- und Mitteldevons liegt, von dem N.-S. verlaufenden Tal des Hausener Baches quer durchschnitten, das seine Fortsetzung in dem Feybach-Tal östlich des bekannten Mechernich nimmt.