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Über die chemische Umbildung tonerdehaltiger Silikate unter dem Einflute von Salzlösungen (nach den Versuchen von J. Lemberg)

Schneiderhöhn, Hans

Kurzfassung

Zusammenfassung. Aas etwa 600 Analysen von J. Lemberg, die auf Molekülverhältnisse umgerechnet wurden, ergibt sich: Werden die unter I bis VI aufgezählten Silikate mit Salzlösungen behandelt, so entstehen Alumosilikate vom Typus R'' O . Al2 O3 . n Si O2 . mH2O. Bei genügend langer Einwirkung ist R = der Base der Losung, d.h., die Basen des Ausgangsmaterials sind dann vollständig gegen die der Lösung eingetauscht. War die Zeitdauer der Einwirkung nicht lang genug und ist der Austausch noch kein vollständiger, so ist doch in jedem Moment der Reaktion das molekulare Verhältnis der Summe der Basen zur Tonerde konstant, nämlich 1 : 1. Der Gehalt der Umbildungsprodukte an Si O2 beträgt bei genügend langer Einwirkung von Laugen, Carbonaten, Chloriden und Sulfaten 2 Mol. Si O2, während die stabilste Verbindung in Berührung mit Alkalisilikaten die mit 5 Mol. Si O2 ist. Der Wassergehalt ist in vielen Fällen eine Funktion der Base der einwirkenden Losung, derart, daß Kalisalze wasserarme und die anderen Salze wasserreiche Produkte bewirken. Bei stärkerer Konzentration der einwirkenden Losung wird ein Teil des Wassers durch das betreffende einwirkende Salz ersetzt. Über den physikalischen Zustand der Umbildungsprodukte läßt sich mangels sicherer Beobachtungen nichts aussagen.