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Beiträge zur Kenntnis der Carbongattung Mariopteris und ihrer Arten

Huth, W.

Kurzfassung

Noch kaum ein Jahr ist vergangen, seitdem die erste neuere Zusammenfassung über die Gattung Mariopteris und ihre Arten erschienen ist, und doch halte ich es schon jetzt für angebracht, eine kurze Neubearbeitung zu geben. Dies ist wohl deshalb ein Bedürfnis, weil mehrere neue Arten seit Erscheinen oben erwähnter Abhandlung bekannt geworden sind, und zwar einesteils durch das in S. B. zur Verfügung stehende Material wie auch durch die Freundlichkeit einiger Herren, die mir bald eine Menge neues, interessantes Material zur Verfügung stellten. Ganz besonders bin ich Herrn Zeiller in Paris verpflichtet, dem ich auch an dieser Stelle meinen besten Dank für freundlichst überwiesene Stücke aussprechen mochte. Alle im folgenden erwähnten Spezies sind bereits in dem großangelegten Lieferungswerke, Abbildungen und Beschreibungen fossiler Pflanzen, einzeln beschrieben worden. Der Wert der vorliegenden kleinen Arbeit soll darin liegen, alles Einzelne wieder beisammen zu finden, unter besonderer Rücksicht auf die Gattung selbst. Die Arbeit ist natürlich vorläufig immer noch nicht als abgeschlossen zu betrachten, da die Zeit zweifellos Änderungen und Nachträge bringen wird. Dennoch mag es sich bei der Bedeutung der Gattung Mariopteris für die Kenntnis der paläozoischen Pflanzen wohl empfehlen, den augenblicklichen Stand des Wissens auf diesem Gebiete zusammenfassend zu überblicken. Es ist bekannt, daß Zeiller sehr gut erhaltene Stücke von Mariopteriden zur Verfügung hatte und infolgedessen zuerst in eingehender Weise eine äußerst treffende Gattungsdiagnose gab, in der er abweichend von der Sitte verschiedener Autoren bei der Beschreibung des Aufbaus der Farne von den Achsen höherer Ordnung ausging. Denn, während man von den meisten Pflanzen nur recht bescheidene Reste kennt, so daß man zweckmäßiger, wie Potonié vorgeschlagen hat, bei Beschreibung des Aufbaus von rückwärts beginnt, ist bei der Gattung Mariopteris der Aufbau so weit bekannt, daß es einfacher und übersichtlicher ist, mit den Achsen höherer Ordnung zu beginnen.