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Durchschmelzungen an südafrikanischen Graniten

Cloos, H.

Kurzfassung

Unter Zuhilfenahme von Beobachtungen im Kaplande und am Waterberge in Transvaal wurde versucht, die in einer früheren Arbeit mitgeteilten Intrusivformen des Erongogranites im Hererolande theoretisch zu deuten. Im Gegensatze zu den meisten Granitstocken Südafrikas, die im Anschluß an die Faltung der ,Primärformation" ihren Erstarrungsplatz gefunden haben, sitzen die jüngeren Granitkörper des Erongo in ungefalteten Schichten auf. Die diskordante Durchschneidung der Strukturlinien des älteren, noch in toto erhaltenen Daches durch den Granitkontakt, sowie das Fehlen von Deformationen und Verdrängungen des Mantels zwingen zu der Annahme, daß der Granit sich dadurch Raum geschaffen hat, daß er die Gesteine des Intrusionsweges in seine Masse aufnahm.