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Über das Alter der Granite im südlichen Schwarzwald

v. Bubnoff, S.

Kurzfassung

Die zentrale Gneismasse des Schwarzwaldes wird im Norden, Osten und Süden von einem Kranz carbonischer Granitmassm umsäumt, die sich teils unmittelbar berühren, teils durch Ton zahlreichen Ganggraniten und Granitporphyren durchsetzte Gneiszonen getrennt sind. Die bedeutendsten dieser Massive sind: 1. Das nordschwarzwälder Granitmassiy zwischen Offenburg und der Gegend Ton Herrenalb und Schramberg, wo es unter der schwäbischen Triäsdecke verschwindet. Kleinere Granitstocke, wie der von Nordrach, verbinden es mit dem mittelschwarzwalder 2. Granitit von Triberg, welcher mit SW-NO-Erstreckung aus der Gegend des oberen Elztales bis etwa Schiltach-Schenkenzell reicht, oberflächlich etwa 35 km Länge besitzend. 3. Der Eisenbacher Zweiglimmergranitit zwischen Furtwangen und Menzenschwand nimmt eine nur wenig kleinere Fläche ein. Durch die Spezialaufnahmen Ton Saueb, Schalch, Thükach und Schnarrenberger sind diese drei Massive in ihrem größten Teil bekannt geworden. 4. Der Schluchsee- oder Albtalgranit im südlichen Schwarzwald erstreckt sich aus der Gegend des Steinatales bis etwa an die Murg; die Gneismasse von Horbach-Tiefenstein teilt ihn in einen westlichen und östlichen Lappen. Nur einen Ausläufer von ihm, durch den Gneisstreifen von Todtmoos-Gersbach-Herrischried davon getrennt, stellen die von Erdmannsdörffer und Philipp untersuchten porphyrartigen Granite und Syenite des unteren Wehra- und Wiesentales dar. 5. Endlich liegt im südlichen Schwarzwald zwischen Rändern und Zell i. W. das O-W-gestreckte Blauen-Granitmassiv. Der Vollständigkeit halber seien noch die zwei größeren Quarzporphyrmassen von Münstertal und Lenzkirch erwähnt.