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Exkursion nach Baden-Baden

Thürach, H.

Kurzfassung

Kurze Erläuterung des geologischen Aufbaues der Das Gebiet von Baden-Baden liegt am nördlichen Rande des nordlichen Hochschwarzwaldes, der in seinem 700-900 m hoch aufragenden Kern hauptsächlich aus Granit besteht und im ostlichen Teil teils direkt, teils mit einer schwachen Zwischenschicht von Rotliegendem von Buntsandstein überlagert wird. In der Linie Herrenalb-Gernsbach-Bühl endigt dieser Hochschwarzwald gegen Nordnordwesten mit einer starken Absenkung, durch welche die obere Grenze des Grundgebirges bis auf unter 100 m über die Meeresfläche sinkt. Es zeigt sich zunächst eine etwa 4 km breite Mulde, die Badener Mulde, in der das Grundgebirge von jüngerem Carbon überdeckt ist, über dem sich Porphyrdecken und Oberrotliegendes in großer Mächtigkeit aufbauen. Und darüber lagert dann erst der Buntsandstein, dessen Berge aber mit 671 m im Merkur auch nicht mehr die Höhe erreichen, bis zu welcher sie im Hochschwarzwald (950-1166 m) emporragen. Diese Mulde verläuft in südwest-nordöstlicher Richtung von Steinbach über Yburg, Baden-Lichtental, den Merkur und Staufenberg in das Murgtal zwischen Gaggenau und Gernsbach und endigt erst in der Gegend Ton Pforzheim. Den nördlichen Rand dieser Badener Mulde bildet der quer zum Oostal in südwest-nordöstlicher Richtung unter der Stadt Baden hindurchsetzende Grundgebirgsrücken der im Friesenberg südwestlich von Baden beginnt, sich beim Schloß Hohenbaden bis 400 m über dem Meer heraushebt und über Ebersteinburg und Gaggenau noch bis östlich Tom Murgtal fortsetzt, wo er zwischen Michelbach und Sulzbach an der Oberfläche endigt. Dieser Grundgebirgsrücken besteht bei Baden in seinem Kern aus Granit, dem sich zu beiden Seiten, jedoch meist durch Verwerfungen getrennt, metamorpher Schiefer, vermutlich devonischen Alters, anlagert. Es kann angenommen werden, daß die Metamorphosierung dieses Schiefers durch den Granit bewirkt worden ist, da entfernter vom Granit Sericitschiefer, näher Knotenschiefer und noch näher gneisartige Schiefer zu finden sind. Der Granit tritt nur zwischen dem Waldsee und Hohenbaden zutage, weiter nordöstlich findet man nur Schiefer und Hornfelse.