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Exkursion Kinzigtal-Elztal-Freiburg

Schnarrenberger

Kurzfassung

Die größere Zahl der Teilnehmer (27) traf in Haslach nach 9 Uhr ein, hatte also oberhalb Offenburg die Grenze zwischen der Rheinebene und dem Gebirge überschritten, dieselbe Linie, welche die Teilnehmer aus dem Norden stundenlang Tom Odenwald über Heidelberg-Bruchsal-Karlsruhe bis Offenburg begleitet hatte, oft haarscharf ausgeprägt wie zwischen Bruchsal und Karlsruhe, manchmal in fast greifbarer Nähe. Bei Offenburg beginnt ein vermittelndes Stück, sowohl tektonisch wie petrographisch, die Vorbergzone, schmale, mit dicker Löfideeke verhüllte Schollen, die bandartig das Gebirge nun bis Basel, in gleichmäßiger Höhenlage ca. 130 m über der Ebene, begleiten. Unter dem Löß liegen Trias, Jura und älteres Tertiär. Bei der Station Ortenberg betritt die Bahn den krystallinen Schwarzwald durch das Kinzigtal. Ein Blick auf die Übersichtskarte zeigt, daß die Talachse sich aus ziemlich geradlinigen, gelenkartigen Stücken zusammensetzt, recht gut markiert durch den dicken Strich der Bahnlinie. Es sind sehr charakteristische, im ganzen Schwarzwald immer wiederkehrende Richtungen SO-NW, N-S, O-W und SW-NO. Die erste ,hercynische" erscheint in den Abschnitten Ortenberg-Gengenbach und parallel verschoben, Biberach-Haslach. Die Verschiebung geschieht längs des N-S-Stückes Gengeübach-Biberach usw. Hier im Unterlauf wird die Bedeutung dieser Dinge nicht so klar, wenngleich das kundige Auge sie auch hier schon gut erkennen kann. Sobald wir aber den Oberlauf der Flüsse mehr im Zentrum des Gebirges betreten, also die Nebenflüsse Gutach oberhalb Hornberg, die Schiltach bei Schramberg, erkennt man augenblicklich, daß die geradlinigen Seiten tektonisch bestimmt sind, in beiden genanntes Fällen gleichlaufende schmale Gräben. Besonders die ,hercynische" Richtung, aber auch die ändern sind im ganzen Gebiet zwischen Kinzig und Dreisam geradezu modellartig vorhanden und aufs deutlichste tektonisch.