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Exkursion Freiburg-Schauinsland-Güntersthal - Freiburg

Schnarrenberger

Kurzfassung

Vom Bahnhof Kirchzarten aus wurde zuerst ein frischer Aufschluß (Kiesgrube) in der Nähe des Brandhofes besichtigt. Das Profil ist typisch für den Aufbau des großen flachen Schuttkegelt, der die Kirchzarten er Flache erfüllt, von der an einer anderen Stelle die Rede sein soll. Der Aufschluß Ton ca. 6 m Höhe zeigt eine untere 4 m dicke, feste, fast moränenartig gepackte Lage voll grober Blöcke bis Kubikmetergröße. Das verbindende Zement ist lehmfreier gewaschener Sand. Darauf ruht eine bis meterdicke Schicht von verschwemmtem Lößlehm und dann folgt 1 m jüngerer Überguß mit grobsandigem und lehmigem Bindemittel. Die Einreihung dieses Profils in das glaziale Schema ist schwierig. Säugetierreste sind bis jetzt im Kirchzartener Tal keine gefunden worden. In Verbindung mit Löß treten die Schottermassen nirgends. Dieser spielt seltsamerweise in dem großen offenen Tal eine geringe Rolle, ganz im Gegensatz zu den übrigen Tälern des mittleren Schwarzwaldes. In der gemeinen Auffassung gelten die Schottermassen, in welche die einzelnen Zuflüsse der Dreisam bis 12 m tief eingebettet sind, als Niederterrasse. Wagen brachten nun die Teilnehmer durch die Orte Kirchzarten und Oberried in das mittlere, tief eingeschnittene Bruggatal. Von Kirchzarten bis Oberried verläuft die Straße auf der Niederterrasse des 800 m breiten, normalen Tales. Bei Oberried mündet von rechts das Zastlertal, das im Profil Scheibenfelsen-Kurzrenthe schon Anklänge an die U-Form der höheren Schwarzwaldtäler zeigt. Auf dem Holzplatz bei P. 580,7 wurden die Wagen verlassen und die Gneisaufschlüsse am West- und Südabhang des Faulbaches begangen. Nördlich in der Richtung auf die Gefällmatte stehen typische, schiefrige, braun verwitternde Renchgneise an; am Faulbach selbst, besonders in den Klippen des Südabhanges, typischer normaler Schapbachgneis, wie er sonst eine Seltenheit in der Schauinslandgegend ist.