Original paper

Über die Gliederung des Devons des östlichen Sauerlandes

Henke, W.

Kurzfassung

Durch eine Dienstreise, die ich im Auftrage der Königlichen Geologischen Landesanstalt im Juli dieses Jahres in das östliche Sauerland ausgeführt habe, um dort die Ausbildung des oberen Mitteldevons mit der der Attendorner Gegend zu vergleichen, habe ich Funde gemacht, deren weitere Verfolgung für die Stratigraphie dieses Gebietes von Bedeutung sein wird. Die Ergebnisse dieser Reise ergänzen meine Resultate früherer Beobachtungstouren in gunstiger Weise. In folgender Mitteilung gebe ich nur kurz die Resultate dieser und früherer Exkursionen in das östliche Sauerland wieder. Leider kann ich auf die früheren Arbeiten anderer Geologen, V. Decken, Schulz, Holzapfel, Kayseb, Denckmann, Eickhoff, Fuchs, W. E. Schmidt, Wegneu, Gräfenkämper u.a., hier nicht eingehen, da mir zurzeit die nötige Literatur nicht zur Verfügung steht. In einer späteren ausführlicheren Bearbeitung meines Materials werde ich dies nachholen. Wegen der Wichtigkeit der Ergebnisse glaube ich diesen Weg einschlagen zu dürfen. In folgender Tabelle habe ich einige Profile der Meßtischblätter Attendorn, Endorf, Arnsberg-Süd, Meschede und Eversberg, wie sie nach meinen Untersuchungen zu deuten sind, gegenübergestellt. Auch in der Gegend von Brilon glaube ich die gleiche Einteilung durchführen zu können. Leider fehlen mir dort noch die Fossilfunde, durch die ich meine Ansicht bestätigen kann. Soviel kann ich aber schon von dort berichten, daß die Schiefer, die auf der V. Dechenschen Karte, Blatt Berleburg, südlich des Eisenberges als i3 = Culm aufgefaßt sind, Alaunschiefer des obersten Mitteldevons sind. Diese Alaunschiefer stelle ich über die Aktinocystisschichten und glaube, daß sie Äquivalente der Alaunschiefer sind, die an der Basis des Horizontes des Pinacites discoides auftreten und somit dem Meggener Schwefelkieslager entsprechen würden. Ferner habe ich Alaunschiefer mit kieseligen Kalken in der Gegend von Dotzlar bei Berleburg kennen gelernt. Auch diese Schichten hat v. Dechen als i3 = Culm dargestellt.