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Felix Wahnschaffe

Krusch

Kurzfassung

Es ist mir ein Herzensbedürfnis, Ihnen einen Überblick über das Leben und Wirken des uns leider zu früh durch den Tod entrissenen Freundes zu geben: Felix Wahnschaffe wurde am 27. Januar 1851 zu Kaltendorf bei Öbisfelde als Sohn des Kreisrichters Bruno Wahnschaffe - später Kreisgerichtsrat in Öbisfelde - und seiner Gattin Mathilde, einer Tochter des Geheimen Kriegsrats Friedrich Wahnschaffe, geboren. Den ersten Unterricht erhielt er in der Dorfschule seines Heimatsortes bis zum August 1859; er kam dann nach Ampleben, südlich vom Elm in das dortige Predigerhaus, um von dem Pastor, dem späteren Superintendenten Gustav Nolte zusammen mit dessen beiden Kindern unterrichtet zu werden. Im April 1862 bezog Wahnschaffe das Pädagogium des Klosters Unserer Lieben Frau in Magdeburg und trat dort in die Unterquarta ein. Zwei Jahre lang war er in dem Knabenpensionat der Frau Dr. Varjes. Ostern 1864 fand er Aufnahme in dem mit dem Pädagogium verbundenen Alumnate; mit Stolz schreibt er, daß er dort zuletzt die Stelle des Seniors bekleidete. Im Oktober 1871 bestand Wahnschaffe das Abiturientenexamen. Er bezog hierauf die Universität Leipzig und ließ sich in der philosophischen Fakultät als Student der Naturwissenschaften einschreiben. Während des Studiums beschäftigte er sich hauptsächlich mit Mineralogie, Geologie und Chemie, außerdem mit Botanik, Physik und Zoologie. Seine Lehrer waren: Credner, Zirkel, Wiedemann, Carsten, Hankel, Schenk, Leuckabt, Zöllner und Fricke.