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Harry Rosenbusch

Milch, L.

Kurzfassung

Ein glücklicher Stern führte den klassischen Philologen Rosenbusch als reifen Mann von Brasilien zurück und ließ ihn in Heidelberg Robert Bunsens Vorlesung über Experimentalchemie hören. Die hier empfangenen Eindrücke bestimmten Rosenbusch, sich den Naturwissenschaften zu widmen; in dem reichen Lorbeer, der Bunsens Andenken für immer krönt, gilt somit ein Zweig auch dem Verdienst, daß er Rosenbusch uns gewonnen hat. In der zweiten Hälfte der sechziger Jahre war in Bunsens Laboratorium ein großer Kreis von jungen Forschern versammelt, die bald Zierden der Mineralogie und Petrographie werden sollten, unter ihnen Emil Cohen, Karl Klein, Hugo Laspeyres; Bunsens Anregungen, der durch seine Studien über den Chemismus der isländischen Gesteine einen großen Einfluß auf die Petrographie ausgeübt und durch seinen berühmten, 1861 in der Zeitschrift der Deutschen Geologischen Gesellschaft erschienenen Brief an Streng die Frage nach der Ausscheidungsfolge in Eruptivgesteinen auf eine ganz neue Grundlage gestellt hatte, mußten zu einer Zeit, in der das Mikroskop durch H. C. Sorby, H, Vogelsang und F. Zirkel in der Gesteinswelt die ersten großen Erfolge errungen hatte, der verjüngten Petrographie junge Forscher gerade aus den Reihen der Begabtesten und wissenschaftlich Eifrigsten zuführen. ...