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Studien über den Aufbau und die Gesteine Madeiras -

Gageli, C.

Kurzfassung

Einleitung: Als ich vor drei Jahren an dieser Stelle den ersten Teil meiner Studien über Madeira veröffentlichte, tat ich es mit der ausgesprochenen Betonung des mir sehr wohl bewußten fragmentarischen Charakters und der mir nicht minder bewußten Mängel dieser Arbeit, tat es aber unter dem Zwange gewisser Verhältnisse, die es mir damals ausgeschlossen erscheinen ließen, den mir wohlbewußten Mängeln in absehbarer Zeit abzuhelfen, - in der Überzeugung, daß eine, wenn auch mangelhafte Bearbeitung besser sei und unsere Kenntnis dieses interessanten Vulkangebietes mehr fördern würde als gar keine Bearbeitung. Inzwischen sind nun Ereignisse eingetreten, die es mir wider Erwarten doch jetzt schon, nach kaum drei Jahren, gestatten bzw. wünschenswert machen, einige, im wesentlichen abschließende Nachträge und Verbesserungen zu obigen Studien zu liefern Nicht nur verdanke ich der Güte des Herrn A. C. De Noronha, des so eifrigen und verdienstvollen Erforschers seiner Heimatsinsel, einige wichtige neue Gesteinstypen Madeiras und Porto Santos, die mir damals noch gar nicht oder nur unvollkommen bekannt waren, sowie dem Entgegenkommen des Direktors der Pr. Geolog. Landesanstalt, Herrn Geh. R. Beyschlag die Ausführung einiger wichtiger Analysen von neuen bzw. bisher nicht analysierten Gesteinen Madeiras und Porto Santos die unsere bisherige Kenntnis dieses interessanten Gesteinsgebietes nicht unwesentlich zu erweitern geeignet sind, sondern inzwischen hat auch Herr Finckh der ursprünglich das von mir gesammelte Madeiramaterial mit mir gemeinsam bearbeiten wollte, nach siebenjährigem Studium des Materials sich aber immer noch nicht entschließen konnte, seinen Anteil zu vollenden (so daß ich damals gezwungen war, allein und nur mit Hilfe der mir von ihm gegebenen dürftigen Notizen diese Arbeit, so gut es ging, zu Ende zu führen), nun doch die Zeit gefunden, seine Ergebnisse zu publizieren, so daß damit auch für mich wieder die Möglichkeit gegeben war, mir über zweifelhafte Fragen meines Materials bei anderen Fachgenossen mit größerer petographischer Erfahrung Rat zu holen und so den offenkundigen, auf meiner geringen petrographischen Erfahrung beruhenden Mängeln des ersten Teils dieser Studien abzuhelfen sowie den bis dahin noch nicht untersuchten Teil meines Materials abschließend zu untersuchen. ...