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Die nördliche Fortsetzung der münsterländischen Endmoräne.

Wegner, Th.

Kurzfassung

Im Jahre 1908 beschrieb ich eine in zwei Loben, dem Münsterschen und dem Neuenkirchener Bogen, durch das westfälische Münsterland verlaufende Endmoräne der Hauptvereisung und teilte mit, daß die nördliche Fortsetzung im südwestlichen Hannover in den Emsbürener und Lohner Bergen liege. Von einer Veröffentlichung über diese in mehrfacher Hinsicht interessante Fortsetzung nahm ich damals Abstand, weil die Kartierung dieses Gebietes durch die Preuß. Geologische Landesanstalt in Angriff genommen war. 1. Der Verlauf und die Morphographie des Emsbürener Endmoränenbogens. Der Neuenkirchener Lobus der münsterländischen Endmoräne endet südwestlich Salzbergen in zwei NNO gestellten Kuppen. Westlich Salzbergen, etwa 1 km nördlich von diesen Kuppen, tritt eine zunächst schwache Bodenwelle auf, die alsbald von der holländischen Bahn durchschnitten wird. Aus dieser sanften NS gestellten Erhebung geht mehr und mehr ein scharfer Bücken hervor, der in ununterbrochenem Zuge 12 km weit in NNW-Richtung über Emsbüren bis zum Elberger Moor verläuft. Nach einer Unterbrechung der Endmoräne von 4 km durch das Elberger Moor erhebt sich nördlich vom Ems-Vechte-Kanal in den Lohner Bergen ein zweiter nahezu 8 km langer Rücken, der zunächst über Kirchhoff bis östlich Südlohne NS-Richtung hat und darauf bis zum Nordholz nördlich Nordlohne eine schwache Biegung nach NNO erkennen läßt. Emsbürener und Lohner Berge zeigen mithin eine schwache Bogenform. Westlich Salzbergen ist zwischen dem Neuenkirchener und dem Emsbürener Bogen eine nach O gerichtete, schwache Einkerbung vorhanden, der sich eine größere Anzahl kleinerer, durchweg NS gestellter Rücken vorlegt. Die Endmoräne ist auf westfälischem Gebiet nirgendwo so scharf ausgesprochen wie bei Emsbüren. Zwar ist die absolute Höhe unbedeutender - die höchste Höhe liegt südlich Emsbüren bei 67,5 m, die Rücken treten hier aber deshalb schärfer hervor, weil das Vor- nnd Hinterland der Endmoräne - abgesehen von den ihnen aufgesetzten Dünen - zwischen 30-35 m liegt und nahezu eben erscheint.