Original paper

Inoceramen aus dem subhercynen Emscher und Untersenon

Böhm, Joh.

Kurzfassung

Der Redner wies darauf hin, daß die Gattung Inoceramus nachweislich zuerst im Lias erscheint, im unteren Dogger mit In.polyplocus F. Römer stratigraphisch hervortritt, jedoch erst vom Gault an ,durch gehäuftes Auftreten, weite geographische Verbreitung und vertikal beschränktes Vorkommen" Bedeutung als Leitfossil neben den Cephalopoden erlangt. Für die zonare Gliederung des Turon, Emscher und Untersenon haben v. Strombeck, Schlüter und G. Müller sodann Inoceramenarten zu Grunde gelegt. Während die Gattung im Emscher im Zusammenhange mit den zu dieser Zeitspanne stattgefundenen Regressionen und Transgressionen, die durch Zuführung von Meeresströmungen belebend das Tierleben beeinflußten, eine explosive Entwicklung nimmt, zeigt sie im Obersenon eine rasche Verminderung der Artenzahl und durch das Auftreten sehr großer, dem Boden flach aufliegender Formen Anzeichen der Erschöpfung.