Original paper

Über die Koblenzschichten in der Süd-Eifel und an der Mosel.

Leppla, A.

Kurzfassung

Die Gliederung des Unterdevons, besonders der Koblenz-Stufe, weicht in der SW-Eifel, im Ösling, nicht unerheblich von derjenigen an der Mosel unterhalb Trier ab, obwohl beide Ausbildungen sich auf nicht viel mehr als 30 km einander querschlägig nähern. Die Gliederung im Ösling konnte ich bei meinen Aufnahmearbeiten 1904-1907 in den an die luxemburgische Grenze anstoßenden Blättern Dasburg-Neuerburg und Waxweiler, einigermaßen in Übereinstimmung mit den Arbeiten des Herrn J. Gosselet in Luxemburg, durchführen. Sie ist in der unten folgenden Übersicht angegeben. Die geringfügigen Änderungen in der Benennung einzelner Schichtenreihen und ihre Ergänzung nach oben beruhen auf späteren, nach der Herausgabe der genannten Spezialkarten im Ösling gemachten Beobachtungen. Sie sollen an einer andern Stelle niedergelegt werden. Die Arbeiten für die Übersichtskarte (1 : 200 000), die ich 1909 begann, brachten mich in engere Berührung mit Bern Streifen von Koblenzschichten, der unterhalb Trier am linken Moselufer ans dem Ober-Rotliegenden und Buntsandstein sich heraushebt und nach S durch die große streichende Verwerfung, der die Wittlicher Senke ihren Ursprung mit verdankt, begrenzt ist. In diesem Verbreitungsgebiet fehlen zunächst die bunten Schiefer und Grauwacken, die in so bezeichnender Weise im Ösling große Flächen einnehmen und von einem Quarzit, dem Schneifelquarzit, überlagert werden. Das erweckte mir zunächst Zweifel über das gleiche Alter dieses Quarzits mit dem des als Koblenzquarzit bezeichneten Weiter fehlte die Übereinstimmung im Oberkoblenz. Nicht nur, daß die gut gekennzeichneten Daleidener Schiefer nicht erkannt werden konnten, auch die scharfe Grenze gegen das Mitteldevon, durch die Roteisensteine im Ösling gegeben mußte am Nordrand der Wittlicher Senke entbehrt werden. Die tiefsten mitteldevonischen Schichten weichen ebenfalls stofflich von denjenigen der Eifel ab. ...