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Beiträge zur Geologie des Niederrheines.

Quaas, A.

Kurzfassung

V: Ein neuer Feinsandhorizont (= Viersener-Stufe) im Diluvium: Die Kiesgrube ,Gemeinde Neuwerk" im Ostabfalle des Viersener-Horstes, dicht nördlich von München-Gladbach - etwa 1 km westlich von Hoven -, zeigte (Sommer) 1910 in Hohe der damaligen unteren Abbausohle (= 62 m ü. NN) des Weststoßes das folgende Profil aufgeschlossen: Hellgraue, z. T. kieselooithführende, lehm- und fast eisenfreie, quarzreiche, deutlich diagonal-, auch kreuzgeschichtete Grob- und Feinkiese mit Grobsandeinlagerungen (= 61 m ü. NN Erosionsgrenze) - 3 m. Hellgelbe, stark glimmer- und schwach kalkhaltige, gut horizontal geschichtete Feinsande, durch Eisen z. T. zu mürbem, blättrigen, dünnplattigen Sandstein verfestigt; auf den Schicht- bzw. Plattenoberflächen meist sehr gut erhaltene Blattabdrücke (Fagus silvatica Lin. Liquidambur (?) oder Acer (?)) - 0,4 m. Gelbbraune, stark eisenhaltige und z. T. eisenverkittete, feinsandige Tone bis tonige Feinsande mit Eisengeodenbildungen, die reichlich Blattabdrücke (wie oben) umschließen (= 60,4 m ü. NN Erosionsgrenze) - 0,2 m. Graublaute und -gelbe, an der Oberfläche dunkler gefärbte, dort schwach humose Magertone - 1,0 m. Grauweiße, fast reine und eisenfreie Quarzkiese und -sande in Wechsellagerung, reichlich kieseloolithführend, deutlich schräg geschichtet - 2 m. Die hellgrauen Grob- bis Feinkiese ausgesprochener Diagonalschichtung stellen die ältesten Diluvialaufschüttungen des Rheines (= ,Älteste-Schotter") dar. Sie sind hier besonders schön und rein ausgebildet und heben sich im Profil scharf von den über ihnen folgenden gelbbraunen, lehm- und stark eisenhaltigen, annähernd horizontal geschichteten groben Schottern der nächstjüngeren Rheinablagerung (= Hauptterrasse) ab. ...