Original paper

Beitrag zur Geologie von Deutsch-Südwest-Afrika.

Rimann, Eberhard

Kurzfassung

Über die Ergebnisse meiner geologischen Aufnahmen, welche ich 1910 bis 1911 im Auftrage der Hanseatischen Minen-Gesellschaft in Deutsch-Südwestafrika ausführte, und welche speziell das im Herzen der Kolonie gelegene Bastardland und das Land der Khauashottentotten an der Ostgrenze betreffen, habe ich in zwei Publikationen eingehend berichtet. Es handelt sich an dieser Stelle nur darum, die wichtigsten Ergebnisse meiner Aufnahmen herauszuheben und vor allen Dingen über die Gebiete kurz zu berichten, welche in den genannten beiden Abhandlungen nicht besprochen worden sind, nämlich das Gelände zwischen dem Bastardland und dem Khauashottentottenland, d. h. zwischen dem Schaffluß und dem Nossob, und das Naukluftgebirge südlich des Bastardlandes. In der Geologie des Deutschen Namalandes von P. Range sind folgende Horizonte unterschieden worden: Primärformation, Konkipformation, Namafonnation, Karooformation, Kreide oder Tertiär, die jüngeren Bildungen in der Namib und der Kalahari, Alluvium. Wir haben uns hier nur mit den drei ersten Horizonten zu befassen, da die Karooformation in dem von mir bereisten Gebiete nur im Khauashottentottenland beobachtet worden ist, also schon an anderer Stelle von mir beschrieben wurde, und da von den anderen Bildungen nur den Deckschichten der Kalahari eine größere Bedeutung zukommt, über welche ich mich aber in einer besonderen Arbeit schon geäußert habe. Range folgt in der Gliederung der Primärformation Voit, indem er diese gruppiert in: Gneisgranithorizont, Gneisschieferhorizont, jüngeren Schieferhorizont. Da es nicht ratsam ist, Eruptivgesteine für stratigraphische Zwecke zu verwenden, und es sich in unserem Fall speziell um Gesteine handelt, deren geologische Stellung und petrographische Deutung bis zu ihrer Klarstellung vieler detaillierter Studien bedarf, bin ich von dieser Einteilung abgegangen. ...