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Über einen Fall kontaktmetasomatischer Umwandlung eines Ankeritganges im südlichen Norwegen

Berg

Kurzfassung

Nordöstlich von Kristiania finden sich bei den Orten Hakedal und Grua Zinkblendelagerstätten im Kontaktbereich des Kristianiagebietes. J. V. Goldschmidt hat die Lagerstätten bereits in seinem umfangreichen Werke: ,Die Kontaktmetamorphose im Kristianiagebiet" ziemlich eingehend geschildert. Die Lagerstätten finden sich im Gebiete des Silurs, welches neben Alaunschiefern und Graptolithenschiefern einzelne massige Kalkhorizonte (Pentameruskalk, Orthoceraskalk, Ceratopygenkalk), vor allem aber im großer Mächtigkeit Knollenkalke und durch Schiefereinlagerungen gebänderte Kalke enthält. Dieses Schichtensystem ist im Kontakt mit dem Granit bis zur Unkenntlichkeit verändert worden: Die schwarzen Schiefer sind stark gehärtet und gehen oft in splittrige schwarze Hornfelse ohne deutliche Beste der Schieferung über. Die Knolenkalke und Bänderkalke sind oft völlig verkieselt und in sehr bezeichnende gebänderte Hornfelse übergegangen. Nicht selten sind auch die Kieselknollen und Schieferbänder noch erhalten und die Kalkbänder und Kalkknollen dazwischen in lichtgrüne Epidotfelse umgewandelt. Ist der Kalk durch Strahlstein verdrängt, so sind meist auch die Kieselbänder stark verändert und treten nur noch undeutlich aus der dunkelgrünen Gesteinsmasse hervor. Kompakte Kalke sind entweder in hochkristalline lockerkörnige Marmore umgesetzt oder ganz in dunkelgrüne Strahlsteinmassen, seltener in lichtgrüne Epidotmassen umgewandelt. Ein besonderes Umwandlungsprodukt ist das von den Bergleuten als ,Gravhala" (Graufels) bezeichnete Gestein, ein durch reichliche Graphiteinstreuung graugefärbtes Aggregat von isodiametrischen, meist hanfkorngroßen Hedenbergitkörnern und Andraditkörnern (Kalkeisengranat). Da die Gravhala oft durch Übergänge mit einem nur ganz hellgrau gefärbten Kalkstein verbunden ist, scheint der Graphitgehalt nicht primär, sondern aus den umgebenden graphitreichen, ursprünglich wohl bituminösen Schiefern eingewandert zu sein. Die Alaunschiefer sind meist zu Andalusit-Cordierit-Hornfelsen geworden. In den tieferen Horizonten setzen auch Gänge und Lager von kontaktmetamorph verändertem Quarzporphyr, sog. Menait auf. ...