Original paper

Beitrag zur Petrographie Deutsch-Südwest-Afrikas.

Reinisch, Range

Kurzfassung

I. Geologischer Teil. (P. Range.): Bei meinem vorletzten Urlaub 1910 habe ich eine Reihe von Gesteinen aus Deutsch-Südwest-Afrika mitgebracht, welche mir eingehender petrographischer Untersuchung wert zu sein scheinen. Herr Professor Reinisch, Leipzig, hatte die Güte, sich dieser Arbeit zu unterziehen, die Ergebnisse sind im zweiten Teil wiedergegeben. Einleitend seien folgende geologische Bemerkungen gestattet. Über die Gliederung der geologischen Formationen des Namalandes bliebe man die Tabelle in P. Range, ,Zur Geologie des Namalandes", Monatsberichte dieser Zeitschrift 1910. N. 7 S. 466, 467, ,Geologie des deutschen Namarlandes", Beiträge zur geologischein Erforschung der deutschen Schutzgebiete, H. 2. Berlin 1912. S. 46, 47, ,Beiträge und Ergänzungen zur Landeskunde des deutschen Namalandes", Abhandlungen des Hamburgischen Kolonialinstituts Bd. XXX. Hamburg 1914. S. 22, 23 zu vergleichen, die dem jeweiligen Stand unserer Kenntnisse entsprechen. Eruptiva verschiedenster Art nehmen an dem Aufbau der Primärformation teil. Vorwiegend vulkanische Gesteine finden sich in zwei jüngeren Formationen in der Konkipformation und in der Karoolormation. Die Gesteine der Primärformation diskordant überlagernd tritt westlich Maltahöhe bei Kleinfontein, Duwisib, an der Sinclairmine, auf den Farmen Kuperas und Goais ein Distrikt Bethanien in konglomeratischem Horizont auf. Mehrfach sind demselben Deckenergüsse von Porphyren zwischengelagert. Meistens sind es Quarzporphyre und dazu gehörige Tuffe, an einer Stelle wurde auch Labradorporphyrit beobachtet. Diese Eruptiva bilden mit dem Konglomerathorizont ein zusammenhängendes Ganzes, sie werden ihrerseits wieder diskordant von dem Kuibisschichten überlagert. Ihre Mächtigkeit beträgt mehrere hundert Meter. Genauere Untersuchungen fehlen noch, sind auch für die nächste Zeit kaum zu erwarten. Ich habe der Formation seinerzeit den Namen Konkipformation gegeben, da Gerölle ihr angehöriger Gesteine durch dieses Rivier weithin transportiert sind.