Original paper

Ein Haplopleuroceras von La Verpillière

von Bülow, E. U.

Kurzfassung

Beim Bestimmen einer Reihe von Fossilien von La Verpillière im Rhônetal fand sich, ein Ammonit, der eine gewisse Ähnlichkeit mit den von Buckman aus dem englischen Dogger unter dem Namen: ,Haplopleuroceras" beschriebenen Formen zeigt. Unter Haplopleuroceras versteht Buckman eine Ammonitengattung mit Arietengepräge, die er zur Gruppe Sonninia stellt. Es sind weitnabelige Schalen mit wenig umfassenden Windungen von hoch rechteckigem Querschnitt. Zahlreiche, ungegabelte, schwach sichelförmige Rippen bedecken die Flanken. Auf dem untern Teil wenden diese sich unter scharfem Knick nach vorne und verschwinden in den Furchen, die den Mittelkiel begleiten. Auf jeder Kippe stehen zwei Knoten, einer auf der Innenkante, der zweite auf der Außenkante, von denen der letztere in einen starken, nadelförmigen Stachel ausgezogen ist. Auf den Embryonalwindungen sollen die Außenknoten mehr auf der Mitte der Flanken stehen und erst allmählich auf die Außenkante heraufrücken. Hier sind sie auch nicht in Stacheln ausgezogen. Bald zeigt sich aber die Stachelbildung auf einzelnen Rippen, zwischen dienen unregelmäßig einmal eine, ein andermal zwei bis drei Rippen liegen, die keine Stacheln, sondern nur einfache Knoten zeigen. Erst im Alter, etwa auf den letzten 11/2 Windungen, gleicht sich dieser Unterschied aus, und wir haben nun auf der Außenkante auf lallen Rippen kurze, spitze Stacheln. Zwischen den Rippen liegen feine Anwachsstreifen, die über den Kiel hinwegsetzen. Der Kiel ist schwach wellenförmig. Buckman beschreibt zwei Spezies, den Typus der Gattung: Haplopleuroceras subspinatum Buckm. und H. mundum Buckm., der sich von ersterem durch die feineren und enger stehenden Rippen und durch kleinere Knoten unterscheidet. Bisher ist Haplopleuroceras nur aus Bradford-Abbas in der discites-Zone und von Digne südlich der Durance aus der concavum Zone bekannt. ...