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Das Vorkommen des Plattendolomits im niederschlesischen Zechstein.

Scupin, Hans

Kurzfassung

Der Plattendolomit bildet bekanntlich einen charakteristischen Leithorizont im Oberen Zechstein Thüringens und Sachsens, während er weiter nördlich in der Umgebung des Harzes fehlt, wo er, wie E. Zimmermann nachgewiesen hat, im Zechsteinprofil durch den Hauptanhydrit vertreten wird. Er ist also eine Randbildung des Zechsteinmeeres im Norden und Nordosten: der böhmischen Landmasse und dementsprechend auch weiter östlich im Randgebiet derselben, in Schlesien zu erwarten. So wird auch schon von B. Geinitz Plattendolomit ohne nähere Begründung von Schlesisch-Haugsdorf am Queis, sowie von Neuland unweit Löwenberg aus dem Hangenden des dortigen Gipsvorkommens erwähnt. Auf Geinitz gehen auch wohl die Bemerkungen Pecks über Plattendolomit zurück. In neuerer Zeit hat dann E. Zimmermann zunächst einen grauen dolomitischen Kalk bei Görisseiffen unweit Löwenberg als Plattemdolomit bezeichnet, der von einem Sandstein und weiter unten wieder von gelblichem dolomitischen Kalke unterlagert wird, an dessen Basis ein Kalkkonglomerat liegt. Das Hangende bildet wieder roter Sandstein, wie in; einem Nachbarbruche zu sehen ist. Das Konglomerat an der Basis wurde von Zimmermann als Zechsteinkonglomerat betrachtet, während er den tieferen Kalk als ,Unteren und vielleicht Mittleren Zechstein" deutete. Den Sandstein im Hangenden des gelblichen Kalkes bezeichnete Zimmermann als ,Zechstein Sandstein", der dann somit als Liegendes des Plattendolomites den ,Unteren Letten" Thüringens und Sachsens entsprechen würde. Dieselbe Gliederung des Zechsteins von Görisseiffen c) Plattendolomit b) Zechsteinsandstein a) Eigentlicher Zechstein, an seiner Basis mit Geröllen findet sich dann noch einmal als Gliederung für den Zechstein bei Löwenberg vergleichsweise wiedergegeben in den Erläuterungen zu den Blättern der mittelsudetischen Mulde und zwar scheint es, als sollte ihr hier allgemeinere Bedeutung für die nordsudetischen Mulden zugesprochen werden, wie aus der Gegenüberstellung der Schichten in diesen und der mittelsudetischen Mulde hervorgeht.