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Der Simplon-Tunnel - Eine petrographische Studie

Gonsalves, Max

Kurzfassung

Da die Sammlung der Gesteine des Tunnels. 385, verschiedene Stücke umfaßt, so war ich genötigt, zur Anfertigung meiner Dünnschliffe; eine: Auswahl der wichtigsten zu treffen. Das Material erhielt ich von dem ,Comptoir minéralogique et géologique Suisse" in Genf, welches vertragsgemäß durch Vermittlung der geologischen Tunnelkommission Serien der im Tunnel vorgefundenen verschiedenen Gesteine geliefert bekam. Der Katalog der Gesteine enthält deren vorläufige Bestimmung von Professor Dr. Schardt. Die Gesteine wurden nach den gewöhnlichen Methoden bestimmt, ausgenommen die Feldspäte; falls bei diesen die Methode von Michel Lévy nicht zum Ziel führte, wurden diejenigen von Fedorow und Nikitin angewandt. Von jedem Gestein wurden zwei Dünnschliffe angefertigt, einer im gewöhnlichen Format und ein zweiter für die Untersuchung nach den Methoden Fedorows. Ich setze im Verlauf meiner Arbeit diese als bekannt voraus, insbesondere ihren hohen Wert für die Bestimmung der Feldspäte, so daß ich hier nicht weiter darauf einzugehen brauche. An dieser Stelle möchte ich nicht verfehlen, Herrn Dr. Sabot, dem Assistenten im mineralogischen Laboratorium des Herrn Professors Dr. L. Duparc, meinen besten Dank auszusprechen, da er mich mit diesen genialen und tadellosen Methoden bekannt gemacht hat. Die Nummern der im folgenden beschriebenen Gesteine entsprechen dem von der obengenannten Firma herausgegebenen Kataloge der Simplon-Gesteine. Nr. 2. 40 m vom Nordportal (bei Brig, Wallis): Quarzreicher Kalkschiefer (Calcaire silicaté schisteux.) Das Gestein ist ein quarzreicher Kalkschiefer, der sich dem Cipollin nähert. Der Hauptbestandteil ist Kalzit, welcher die typischen Zwillinge zeigt. Die feinen Körner sind in Lagen angeordnet, welche mit solchen, die quarzreich sind, wechseln.