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Über die Entstehung der Inselberge und Steilstufen, besonders in Afrika, und die Erhaltung ihrer Formen.

Behrend, Fritz

Kurzfassung

A. Inselberge: Aus vielen, weit von einander entlegenen Teilen der Erde sind uns durch, die verschiedensten Forscher jene eigentümlichen Bergformen bekannt geworden, die wir als Inselberge zu bezeichnen gewohnt sind. Zuweilen treten sie nur vereinzelt in den sie umgebenden Fastebenen auf, häufig aber setzen sie zu vielen Hunderten und Tausenden nebeneinander mit oft abenteuerlichen Formen die namentlich aus Afrika oft beschriebenen Inselberglandschaften zusammen. Die Gebiete, aus denen sie bisher erwähnt werden, gehören großenteils den Tropen und Subtropen an, und nur diese sollen hier näher besprochen werden. Hier besitzen diese im allgemeinen heute ein mehr oder weniger stark ausgeprägtes subarides, zum Teil sogar arides Klima; ein Zeichen, daß dieses Klima, wenn nicht ihrer Entstehung, so doch zum mindesten der Erhaltung ihrer Formen äußerst günstig ist. Über die Entstehung der Inselberge in den Tropen und Subtropen sind die verschiedensten Ansichten geäußert worden, die aber leider nicht immer auf sorgfältigen eigenen Untersuchungen im Felde fußten, und die zuweilen einander recht widersprechende Ansichten zutage förderten. Von den vielen Forschern, die das Inselbergproblem eingehender behandelt haben, seien hier nur Bornhardt, Falconer, Hassert, Jaeger, E. O. Meyer, Passarge, H. v. Staff genannt, deren Ausführungen über diesen Gegenstand an den angegebenen Orten nachgelesen werden mögen. Wir wollen hier nicht die Ansichten der einzelnen Autoren ausführlich behandeln, sondern nur erwähnen, daß es wohl nicht in jedem Fall möglich ist, ausgesprochene und regional verbreitete Typen zu unterscheiden, wie es seinerzeit Passarge versucht hat.