Original paper

Über den Keuper der Provinz Posen.

Jentzsch

Kurzfassung

Nachdem der Vortragende bereits vor 39 Jahren die ersten ,Spuren der Trias bei Bromberg" nachgewiesen, haben sich Solche inzwischen vermehrt und zu einem sicheren und mächtigen Profil der gesamten Trias verdichtet, deren mächtigstes und innerhalb der Provinz Posen vollständigstes durch das fiskalische Bohrloch Schubin erschlossen wurde. In diesem 2149,45 m tiefen Bohrloch fanden sich unmittelbar unter dem dort nur 42,4 m mächtigen Diluvium: 56,0 m einer Süßwasserbildung, deren Pflanzeneinschlüsse (Marattiopsis) sie als zur Gruppe des Lias und Rhät gehörig erkennen lassen. Und in der Nähe ist innerhalb einer 30 Geviertkilometer umfassenden Fläche dieselbe Schichtengruppe durch noch 5 andere Bohrungen, im Ganzen mithin sechsmal getroffen, nämlich zu Baranowo bei Pinsk 63 m mächtig, Szaradowo I 256,8 m mächtig, - (Salzdorf) V 126,8 m mächtig, Bärenbruch 79,0 m mächtig, Friedberg 118,63 m mächtig. In allen diesen 6 Bohrungen lagern die Schichten fast horizontal, also schwebend. Es sind vorwiegend graue Schieferletten und blaßrötliche Sandsteine mit ebenen, durch weiße Glimmerschüppchen bezeichneten Schichtflächen. Ihre Stellung zur Trias bzw. zu deren unmittelbarem Hangenden ergab sich aus der Bohrung Schubin, welche als deren Liegendes: 111,5 m Muschelkalk, und darunter 135,7 m Röt mit Myophoria costata, 1290,8 m Mittleren und Unteren Buntsandstein und Oberen Zechstein über 513 m Salzgebirge ergab. Alle diese Bohrpunkte, ebenso wie das nur petrographisch nach der roten Tonfärbung vermutungsweise zum Keuper gestellte Wierzbiczany (4 bis 5 km südlich der Stadt Argenau) liegen im nordöstlichsten Teile der Provinz Posen. ...