Original paper

Zur Gliederung des Oberen Muschelkalkes in Lothringen.

Boden, K.

Kurzfassung

Der Obere Muschelkalk Lothringens wurde von Schuhmacher und van Werveke in folgende Stufen gegliedert: Lettenkohle 30 m - Obere Semipartitus-(Terebratel-)Schichten 5 m - Untere Semipartitus-(Terebratel-)Schichten 5 m - Schichten mit Ceratites nodosus 32 m - Trochitenkalk 12 m. Benecke trennte die Schichten mit Ceratites nodosus dieser Gliederung nach dem Vorwalten der beiden Ceratitenarten Cer. compressus und Cer. nodosus in die 12 m mächtigen Compressus-Schichten und die darüber lagernden 20 m mächtigen Nodosus-Schichten, welche auch bezüglich der petrographischen Beschaffenheit gewisse Unterschiede aufweisen. Die zwischen Cirey, Folkringen und Verdenal ausgeführten Untersuchungen bestätigen und ergänzen diese stratigraphischen Ergebnisse. Um zu einer möglichst eingehenden kartographischen Darstellung zu gelangen, wurde versucht, die einzelnen Stufen in erster Linie durch petrographische Merkmale zu kennzeichnen. - Von den zahllosen im Muschelkalk eingeschlossenen Brachiopoden und Zweischalern kann kaum eine Spezies als Leitfossil im strengen Sinne angesehen werden. Die große Anhäufung von Formen innerhalb gewisser Bänke sowie Erhaltungszustand und Größe bilden jedoch ein wichtiges Hilfsmittel zur Charakterisierung der Schichten. Auch die meist stark korrodierten und bei mangelnden Aufschlüssen selten im Anstehenden gefundenen Ceratiten sind beim Kartieren zur Unterscheidung der einzelnen Stufen wichtig. Eine lediglich auf diese Formen gegründete Einteilung kommt jedoch für Kartierungszwecke nicht in Frage. Nach diesen Gesichtspunkten konnten auf Grund der zahlreichen aufgenommenen Profile folgende Stufen unterschieden werden: Dolomitische Region 12 m - Obere Semipartitus-Schichten 5 m - Untere Semipartitus-Schichten 5 m - Nieren- und Knollenkalkschichten 10 m - Plattenkalk-Schichten 10 m - Compressus-Schichten 12 m - Trochitenkalk 10 m. ...