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Untersuchungen über die Entwicklung der Lobenlinie von Leioceras opalinum Rein.

Hoyermann, Th.

Kurzfassung

Die Embryonalkammer hat eine quer spindelförmige Gestalt mit einer Breite von etwa 1,05 mm und einer Höhe von etwa 0,84 mm. Die Siphonalröhre hat an ihrem Anfange eine länglich runde Anschwellung. Der Prosipho ist sehr kurz. Die Anfangskammer nimmt annähernd 2/3 der ersten Windung des Gehäuses ein. Die zwei ersten Windungen, an deren Ende eine kräftige Einschnürung zu beobachten ist, sind kugelig aufgebläht und ohne Skulptur. Auf der 3. Windung zeigt sich eine feine Streifung des Gehäuses auf den Flanken und der Externseite, sowie schwache, wulstartige Erhebungen auf der Mitte der Flanken. Die Streifung gleicht derjenigen, die an gleich großen Gehäusen von Ammonites Romani Opp. beobachtet wurde. Streifung und Wülste verschwinden am Anfang der 4. Windung wieder; das Gehäuse ist wieder glatt, bis auf der 5. Windung als endgültige Skulptur sichelförmig geschwungene Rippen erscheinen. Erst bei einem Durchmesser von etwa 5 mm beginnt die Höhe der Windungen deren Breite an Ausmaß zu übertreffen. Entwicklung der Lobenlinie. Die erste Lobenlinie besteht aus einem hohen Außensattel, einem gerundeten Laterallobus, einem sehr flachen, breiten Innensattel und einem flachen Internlobus. Ihre Formel ist: L1 J (6 Elemente). Die zweite Lobenlinie zeigt diese Elemente vermehrt durch einen sehr flachen, breiten Externlobus und den 1. Umschlaglobus (UI), der dicht unter der Naht liegt. Die Formel dieser Lobenlinie ist: E L1 UI J (12 Elemente). Auf der dritten Lobenlinie ist der Externlobus schon bedeutend vertieft und wird durch einen mäßig hohen Mediansattel geteilt. Der Laterallobus ist etwa halb so tief wie der Externlobus. Die Formel ist: M E L1 UI J (13 Elemente). Die vierte Lobenlinie zeigt den 2. Umschlaglobus (UII) dicht über der Naht. Da derselbe durch Spaltung des ventralwärts vom jüngsten Lobus (UI) gelegenen Sattels entstand, bezeichnen wir die Sattelspaltung als eine ventropartite. Während eines ganzen Umganges wächst jetzt das Gehäuse, ohne daß den Elementen der Lobenlinie neue hinzugefügt werden. Die Formel der Lobenlinie ist jetzt: M E L1 UII UI J (17 Elemente). ...