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Die Basalte der Oberpfalz

Stephan, Richarz

Kurzfassung

Die Basalte von Groschlattengrün mit besonderer Berücksichtigung ihrer Einschlüsse und Neubildungen: Die Basalte der Oberpfalz sind schon zu wiederholten Malen Gegenstand geologischer und petrographischer Untersuchungen gewesen. Am eingehendsten beschäftigte sich mit ihnen zunächst C. W. V. Gümbel in seiner geognostischen Beschreibung des Fichtelgebirges und des ostbayerischen Grenzgebirges. Im zweiten Band der ,Geologie Bayerns" gibt er eine gedrängte Zusammenfassung der Ergebnisse seiner Untersuchungen. Im Jahre 1894 schrieb Lord eine Dissertation über die Basalte des Fichtelgebirges, an die sich im Jahre 1895 noch drei weitere Dissertationen von Kipp, Merkel und Döre anschlössen. Endlich erschien im Jahre 1905 eine fünfte Disskussion über die Basalte der Oberpfalz von: Waldeck. Es könnte demnach eine Neubearbeitung dieser Gesteine überflüssig erscheinen. Und sie würde es auch sein, wenn sich die Genannten nicht mit einer Untersuchung des Gebiets in großen Zügen begnügt hätten. So sind ihnen viele Einzelheiten entgangen, welche aber doch, sowohl für das Gebiet selbst, als auch für Fragen allgemeiner Natur in mineralogischer, petrographischer und geologischer Hinsicht von Bedeutung sind. Dieses Spezialstudium war meine Aufgabe und es sollen die Ergebnisse in einer Reihe von Abhandlungen über die Basalte der Oberpfalz, erscheinen, von denen hiermit die erste, über die Basalte von Groschlattengrün, der Öffentlichkeit übergeben wird. Sie soll zeigen, welche Fülle interessanten Materials selbst ein einziger Steinbruch bieten kann, wenn man sich in die Einzelheiten vertieft. Die Basalte: In dem etwas südlich der Bahnstation Groschlattengrün gelegenen, von der Firma Staudt & Co., Bayreuth, betriebenen Steinbruch, wird der Basalt in fünf Stockwerken, jedes 8-9 m hoch, abgebaut. Unter dem Basalt liegt Basalttuff, welcher in einem Schacht bis zu 4 m Tiefe aufgeschlossen wurde. Wir haben also mit einer bis 45 m mächtigen Basaltdecke zu rechnen, welche sich über die Tuffe ergossen hat. Das Ausbruchszentrum läßt sich nicht mehr bestimmen; von einer Quellkuppe, die nach Merkel (a.a.O., S. 8) durch den Staudtschen Bruch ausgezeichnet aufgeschlossen sein soll, sieht man nichts. Das bei Merkel gezeichnete ,ideale Profil" ist nichts anderes als ein ,Ideal" und in der Natur nicht beobachtet. ...