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Die Endmoränen der Hauptvereisung zwischen Teutoburger Wald und Rheinischem Schiefergebirge

Bärtling, R.

Kurzfassung

Die Kenntnis des Verlaufs der großen Endmoränenzüge ist für alle übrigen Probleme der Geologie des Diluviums von grundlegender Bedeutung. Sie sind die sichersten, auf große Erstreckung verfolgbaren Zeitmarken von relativ sehr kurzer Dauer, die uns aus dem Diluvium bekannt sind und die in ihrer sicheren Gleichzeitigkeit und Kürze wohl kaum von älteren, stratigraphisch wichtigen Zeitmarken erreicht werden. Die genaue Kenntnis dieser Bildungen hat daher ein mehr als lokales Interesse namentlich in den äußersten Randgebieten der Vereisung, wo unsere Kenntnis der Eisrandlagen bislang immer noch äußerst lückenhaft war. In diesen Randgebieten, zu denen der Nordrand des Rheinischen Schiefergebirges und die Kreidehöhen des Haarstrangs gehören, treten die Endmoränen nicht mehr mit derselben Frische auf, wie in der Nähe der Ostseeküsten und in Skandinavien. Alle Faktoren der Denudation haben zusammengewirkt, ihre Oberflächenform zu verwischen oder zu verzerren oder auch die Reste der Endmoränen wieder vollständig zu entfernen; jüngere Bildungen haben die wichtigsten Überbleibsel überschüttet und meist unter dichter undurchdringlicher Decke begraben. ...