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Über das alte Gebirge der Grafschaft Glatz

Michael, R.

Kurzfassung

Seit den Untersuchungen Beyrichs für die Karte 1 : 100 000 des Niederschlesischen Gebirges, die 1846 angestellt wurden, ist das alte Gebirge der Grafschaft Glatz nicht mehr besonders behandelt worden. K. V. Raumer (1819), Zobel und V. Carnall (1831) hatten die zugehörigen Gesteine unter dem Namen südliches oder Glatzer Uebergangsgebirge zusammengefaßt; es sind die Gesteine, die im nördlichen Teil der Grafschaft Glatz nordwestlich und nördlich von Glatz entwickelt sind und sich zwischen dem Eulengebirge und dem Reichensteiner Gebirge zu beiden Seite der Neiße bis an den Rand der schlesischen Ebene vorschieben. Beyrich unterschied dann in dem alten Übergangsgebirge zwei Abteilungen; er trennte auch kartographisch zunächst die nordöstlich von Glatz auftretenden Grauwacken und Grauwackenschiefer ab, innerhalb deren er noch das eigentliche silurische Grauwackengebirge von Wartha, welches bis an den sudetischen Bandbruch heranreicht, ausschied und außerdem einen Komplex von Kalksteinen und Grauwacken abtrennte, der sich südlich anstoßend, zwischen Königshain, Wiesau, Steinwitz bis Glatz erstreckt. ...