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Die Geologie der Isthmuswüste

Range, Paul

Kurzfassung

Während des Weltkrieges war ich 1915 und 1916 fast ein Jahr lang in militärischer Eigenschaft an der ägyptischen Front tätig und hatte Gelegenheit, die Isthmuswüste des nördlichen Sinai eingehend zu bereisen und dabei die Grundzüge des geologischen Baues festzulegen. Das Ergebnis ist auf der beiliegenden geologischen Karte im Maßstab 1 : 1 000 000 wiedergegeben. Die topographische Unterlage dazu basiert auf den neuesten englischen Karten, ergänzt durch eigene Aufnahmen. Der geologische Bau des Gebietes zeigt sich wesentlich komplizierter, als früher angenommen war und wie noch die geologische Karte von Europa wiedergibt. Nicht nur die ganze Kreideformation tritt zutage, sondern auch Jura ist beobachtet. Douvillé hat 1913 auf Grund der Erkundung des am Suezkanal tätigen Ingenieurs Barthou aus den Margarabergen bereits eine Reihe von Jurafossilien namhaft gemacht. Ich habe die Wintermonate 1915 zu 1916 dazu benutzt, in diesem Gebirgsstock, der einzigen Örtlichkeit, wo Jura auftritt, eingehende Aufsammlungen zu machen, welche Douvillés Arbeit ergänzen und erweitern. Die Margaraberge sind ein generell SW-NO streichendes Faltensystem, welches durch dem Streichen folgende Verwerfungen und Flexuren und eine Querverwerfung, die N-S streicht, kompliziert wird. Im Innern des Gebirges beobachtet man vielfach die charakteristische Farbe des nubischen Sandsteins. Unter ihm treten besonders bei der Wasserstelle Margara helle Mergel mit gelben und grauen Kalken wechsellagernd zutage. ...