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Die Geologie des mittleren und südlichen Albanien

Nowack, E.

Kurzfassung

Während des letzten Kriegsjahres hatte ich Gelegenheit, einige Teile Albaniens als Kriegs- und Aufnahmsgeologe eingehend kennen zu lernen und auf Grund einer topographischen Neuaufnahme zu kartieren; es sei gestattet, hier in Kürze über die Ergebnisse, soweit sie von allgemeinerem Interesse sind, zu berichten. Zunächst sei zur allgemeinen Orientierung gesagt, daß man rein geographisch Nord-, Mittel- und Südalbanien unterscheidet, außerdem spricht man von morphologischen Gesichtspunkten, die - wie wir sehen werden - sich auch mit geologischen und tektonischen decken, von Nieder- und Inneralbanien. Niederalbanien beschränkt sich zum größten Teil auf Mittelalbanien; es beginnt sich bei Alessio, wo die Küste einen einspringenden Winkel macht, als gegen Süden zu immer breiter werdender Streifen zwischen das Meer und den Gebirgsrand Inneralbaniens einzuschieben und geht gegen Südalbanien allmählich in höheres Land über; seine Grenze ist dort anzunehmen, wo die Küste bei Valona (im Akrokeraunischen Vorgebirge) diesmal einen ausspringenden Winkel macht. Nun wenige Worte über die Erforschungsgeschichte. Nordalbanien ist in jüngerer Zeit hauptsächlich von Nopcsa teilweise eingehend untersucht worden. ...