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Die Gliederung des Diluviums in Rügen

Jaekel, Otto

Kurzfassung

Er betont zunächst die Zweiteilung der diluvialen Schichtenfolge durch das baltische Bruchsystem (Jaekel). Diese baltischen Brüche verwarfen die Kreide und die ihr einstmals horizontal aufgelagerten Schichten des älteren Diluviums, das man danach, soweit es verworfen ist, als prätektonisches unteres Diluvium bezeichnen kann. Dieses untere Diluvium wurde von Philippi (1905) und Keilhack (1912) als das ,typisch dreiteilige" Diluvium bezeichnet, da es in den zahlreichen Aufschlüssen zwischen Saßnitz und Stubbenkammer fast überall aus einem untersten Geschiebemergel (D2 bei Philippi - irrtümlich nach Philippi von Keilhack als D1 bezeichnet -, M1 bei Jaekel), einer Sandfolge (J1 Jaekel) und einem zweiten Geschiebemergel (D1 Philippi, D2 Keilhack, M2 Jaekel) zusammengesetzt ist. Tatsächlich zeigt sich aber an einigen Stellen, daß über dem zweiten Gesohiebemergel (M2) noch ein sandiges Schichtensystem (J2 Jaekel) folgen kann, das dann ebenfalls tektonisch gestört und also vor den baltischen Brüchen abgelagert ist. Wir haben also im älteren Diluvium folgende Schichten: J2 zweite sandige Schichtenfolge, M2 zweiter Geschiebemergel (7 m), J1 unterste Sandschichten, M1 unterster Geschiebemergel (2-7 m). Konkordant darunter die Oberfläche der obersenonen Mukronatenkreide M1 und M2 sind typische, meist grau gefärbte Geschiebemergel, die in jeder Beziehung den Charakter der Grundmoräne darbieten. Sie sind ziemlich gleichmäßig mit nordischen Geschieben durchsetzt; nur an der Basis sind diese öfter zu einem ,Pflaster" angereichert. Sie sind ferner ungeschichtet. Ich sehe darin eine Folge der ständigen Durchknetung der Grundmoräne durch die Bewegung des darübergleitenden Eises. Nur in dem Streifen 10, nach Keilhacks Zählung, zeigt sich an der Basis von M1 eine feine Sandbank eingelagert, aber auch sie ist zu einem wirren, regellosen Band verknetet. ...