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Neue Gastropodenfunde im Mittleren Buntsandstein des Leinetals

Wilckens, R.

Kurzfassung

Im vergangenen Sommer fand ich auf der Schutthalde, die durch den Ausraum des Notschachtes vom Kaliwerk Siegfried I bei Salzderhelden entstanden war, einige Buntsandsteinplatten, deren Schichtflächen mit zahlreichen kleinen Gastropoden bedeckt waren. Die Schachtanlage steht auf dem Westabhang des Gensterberges, an dem mit gleichsinnigem Fallen (etwa 20° W) Bausandstein (Sm2) zutage tritt. Durch die jeweilige Drehung des Abfuhrgleises ist beim Fortschreiten der Ausschachtung der Ausraum gut horizontiert aufgeschüttet dergestalt, daß das Material aus den übereinanderfolgenden Horizonten nunmehr nebeneinander liegt; von N über W mach S, um die Schutthalde herumgehend, gelangt man in immer tiefere Horizonte bis zum Zechstein. Durch einen Vergleich mit dem mir vom Kaliwerk Siegfried I entgegenkommenderweise zur Einsicht überlassenen Schachtprofil konnte diese Tatsache einwandfrei nachgeprüft werden. Die erwähnten Gastropodenstücke fanden sich auf der Nordseite, nahezu am Anfang der Schutthalde, auf eine einzige Stelle beschränkt. Daraus ergibt sich, daß sie aus einem Horizont in der Nähe der Erdoberfläche, jedenfalls also noch aus dem Bausandstein, stammen müssen. Mit diesem Ergebnis stimmt die petrographische Beschaffenheit der Stücke gut überein; es sind dunkelrote glimmerreiche feinkörnige Sandsteine mit geringem tonigen Zement und bläulich-roten flachen Tongallen. Drei von den acht Gesteinsstücken sind heller rot gefärbt und weniger glimmerreich und bilden jedenfalls das unmittelbar Liegende oder Hangende der dunkleren Schicht. Die Mindestmächtigkeit des gastropodenführenden Horizontes betragt 10 cm. ...