Original paper

Über die kolloidale Löslichkeit von sulfidischen Erzen, Adsorptions- und Adhäsionsmetasomatose und deren Raumbildung

Krusch

Kurzfassung

Nach und nach gelangt die während des Weltkriegs in den Vereinigten Staaten erschienene lagerstättenkundliche Literatur nach Deutschland. Sie ergibt, daß die deutsche Lagerstättenkunde infolge der vielen Kriegsaufgaben und der auch für das wissenschaftliche Gebiet geltenden Blockade in mehr als einer Beziehung in den Kriegsjahren zurückgeblieben ist. Größere Fortschritte haben die Amerikaner namentlich in drei Richtungen erzielt, nämlich 1. in der Anwendung des metallographischen Mikroskops, 2. bei den Untersuchungen über die Entstehungstemperatur der Erzlagerstätten und schließlich 3. auf dem Gebiete der Kolloidchemie, auf welches ich hier kurz eingehen will. Es ist allgemein bekannt, daß es, abgesehen von echten Lösungen, in denen der gelöste Stoff mit keinem physikalischen Hilfsmittel dem Auge erkennbar wird und der mechanischen Suspension, deren Lösungsmittel ihn als mit dem bloßen Auge wahrnehmbare Trübe enthalten, noch kolloide Lösungen gibt, bei denen die gelöste Substanz ohne Rücksicht auf ihre chemische Zusammensetzung zwar nicht vom unbewaffneten Auge erkannt wird, aber mit Hilfe des Ultramikroskops sichtbar gemacht werden kann. Durch gewisse, längst bekannte Einflüsse, auf die ich hier nicht näher eingehen will, erfolge dann die Ausfällung (Ausflockung) des sogenannten Suspensoids. ...