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Zur Frage der Entstehung des Kupferschiefers

Beyschlag

Kurzfassung

Veranlassung für eine erneute Besprechung der Entstehung des Mansfelder Kupferschiefers ist eine Reihe unlängst erschienener Veröffentlichungen und Vorträge der Herren Pompeckj, Walther, Lang u. a., in denen zu dem seit Jahren von mir vertretenen Standpunkt einer epigenetischen Entstehung der Kupfererzführung dieses interessanten Schichtengliedes der deutschen Zechsteinformation vorzugsweise in ablehnendem Sinne Stellung genommen und die ältere Auffassung von der syngenestischen Bildung des Kupferschiefers, als eines echten Erzsediments, vertreten wird. Meine erstmalige öffentliche Stellungnahme zu dieser Frage erfolgte in der Deutschen Geologischen Gesellschaft, wo ich mich vor allem bemühte, nachzuweisen, daß die von den Vertretern der letzteren Auffassung in den Vordergrund ihrer Beweisführung geschobene sog. Niveaubeständigkeit des erzhaltigen Kupferschiefers nicht existiert. Zeitmangel verhinderte mich damals, das Vorgetragene zu Papier zu bringen, und so ist nur ein kurzes Referat, welches Herr Michael für die ,Zeitschrift für praktische Geologie" anzufertigen die Freundlichkeit hatte, in die Literatur übergegangen. Inzwischen ist Herr Krusch meiner Auffassung nicht nur beigetreten, sondern hat sie durch eigene wertvolle Untersuchungen unterstützt und erweitert. Dementsprechend ist auch unsere gemeinsame Auffassung des Gegenstandes in der von uns herausgegebenen Lagerstättenlehre zum Ausdruck gekommen. ...