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Über die unterneokome Störungsphase im westlichen Osning

Haack, W.

Kurzfassung

Stille verdanken wir die Erkenntnis, daß die einzelnen Teile des Teutoburger Waldes eine verschiedenartige Geschichte haben. Er hat dies zuletzt mit folgenden Worten ausgedrückt: ,Das Eggegebirge ist ein Gebiet der vorherrschend vorkretazeischen (,kimmerischen") Faltung. Die Kreide ist von posthumen Faltungen wenig betroffen, liegt deshalb flach und bildet somit das breite Gebirge. Der Lippische Wald ist ein Gebiet starker vorkretazeischer und wenigstens in seiner Randzone auch starker postkretazeischer Faltung. Der O s n i n g ist ein Gebiet v o r h e r r s c h e n d p o stkretazeischer Faltung, während die vorkretazeische Faltung hier wenig angedeutet ist. Dementsprechend ist die Kreide, wenigstens soweit sie für den Bau des Gebirges in Betracht kommt, steil aufgerichtet und streicht somit in einem schmalen Bande, den schmalen Bergzug bildend, aus." Im westlichen Osning, und zwar wenigstens auf der Strecke Hilter-Lengerich findet sich aber insofern eine gewisse Abweichung, als der starken postkretazeischen Faltung hier doch eine nicht ganz unbedeutende ältere und dieser wiederum eine noch frühere, wenn auch viel schwächere, vorausgehen, die beide der kimmerischen Faltung als Unterphasen zuzurechnen sind. Bereits 1908 machte ich darauf aufmerksam, daß der Osning-Sandstein südlich und südöstlich des Hüggels diskordant auf verschiedenen Gliedern des Oberen Jura und des Wealden auflagere und sprach die Vermutung aus, daß es sich hier möglicherweise um frühkretazeische Störungen handle, also um ähnliche Erscheinungen, wie sie Stille an der Egge erkannt hatte. ...