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Die Geologie der Küstenebene Palästinas

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Kurzfassung

In den Jahren 1917/18 hielt ich mich an der deutschtürkischen Front in Palästina auf und konnte dabei besonders die Küstenebene auf ausgedehnten Bereisungen eingehend kennen lernen. Die große südliche Küstenebene Palästinas erstreckt sich von Karmel bis an das Sanddünengebiet der nördlichen. Isthmußwüste. Der hebräische Name ist Pileschet, d.h. die große Niederung. Im südlichen Teil wird sie Philistäa, im nördlichen Ebene Saron genannt. Die Grenze zwischen den beiden ist wie bei den meisten alten Landschaften nicht scharf. Ich ziehe sie mit dem Audschafluß. Einmal ist er das bedeutendste Gewässer der ganzen Ebene, dann ist auch der Charakter des Landes nördlich davon ein anderer. In Philistäa ragen aus der Lehmebene vielfach Bücken marinen Diluviums hervor. Das Gelände gewinnt dadurch einen hügeligen Charakter und ist ebenso wenig Ebene im strengen Sinn des Wortes wie die glaziale Landschaft Norddeutschlands. Die Höhen erreichen schon in 10-15 km Entfernung von der Küste 100-130 m und wechseln rasch. Die Ebene Saron ist weniger reich gegliedert. Ein sandiger Höhenzug marinen Diluviums von 10-15 km Breite begleitet die Küste, am die sich eine 5-10 km breite Lehmebene anschließt. 100 m Höhe werden nirgendwo erreicht. Steil entstreben dieser Ebene im Osten die Kalkberge Samarias. ...