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Herkunft und Bildung der Erze des mitteldeutschen Kupferschiefers

Lang

Kurzfassung

Die Verbreitung des erzreichen und daher abbauwürdigen Kupferschiefers in Mitteldeutschland ist von jeher nicht nur eine Frage von großer wirtschaftlicher Bedeutung, sondern auch ein anziehendes Problem für den forschenden Geologen gewesen. Die Spuren eines zum Teil uralten Bergbaues auf Kupfererz in Mitteldeutschland findet man längs dem schmalen Band des Kupferschiefers, das sich am Rande des Harzes und des Thüringer Waldes entlang zieht und weiterhin an den Grenzen der Mansfelder Mulde und den daran Anschließenden Gebieten, im Flechtinger Höhenzug, bei Bottendorf, zwischen Gera und Saalfeld und auch westlich des Thüringer Waldes, u: a. im Richelsdorfer Gebirge, zutage tritt. Heute ist der alte Bergbau auf Kupferschiefer überall eingegangen, mit alleiniger Ausnahme des Mansfeld-Eisleber Gebiets, in dem durch die Mansfeldsche Kupferschiefer bauende Gewerkschaft ein im vergangenen Jahrhundert zu höchster Blüte und gewaltiger Ausdehnung gelangter Bergbau auf das im Kupferschiefer enthaltene silberhaltige Kupfererz betrieben wird, der viele Zehntausende von Menschen ernährt. Der Erzgehalt des mitteldeutschen Kupferschiefers wechselt von Ort zu Ort, zeigt lokale und regionale Verschiedenheiten, aber auch innerhalb der einen Meter Mächtigkeit kaum irgendwo erreichenden Schichten ist die Verteilung des Erzes nicht gleichmäßig. ...