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Beiträge zur Stratigraphie der Oberpfalz

Sohnittmann, Fr. X.

Kurzfassung

1. Stratigraphie und Tektonik bei Ehenfeld: Das in vorliegender Arbeit behandelte Gebiet liegt in einer nach Westen sich öffnenden Triasbucht am Bande des bayerisch-oberpfälzischen Waldes und wird im Süden von einem vorspringenden Zacken des kristallinen Grundgebirges, im Nordosten von einem größeren Komplex des den Urgebirgsrand begleitenden Rotliegenden begrenzt. Nördlich der Bodenwöhrer Bucht reicht der Frankenjura an dieser Stelle am weitesten nach Osten und lagert sich unmittelbar an das Perm, von dem ihn im nördlichen Teile breite Triasgebiete trennen. Während die Ausläufer der Fränkischen Alb bei Regensburg bereits durch v. Ammon und andere eingehender untersucht wurden, haben über jenes nördliche Randgebiet nur Guembel und v. Ammon einiges mitgeteilt. Da der Verfasser während eines mehr als fünfjährigen Aufenthaltes daselbst mehrere mit Guembels Anschauungen nicht vereinbare Tatsachen feststellen konnte und ein verhältnismäßig reiches Versteinerungsmaterial ansammelte, erschien es wünschenswert, die gemachten Beobachtungen zusammenfassend darzustellen. Nördlich des Städtchens Hirschau (vgl. Fig. 1) gelangt man zu den eine Karneolbank in ihrer Mitte führenden Arkosen und rotgrünen Letten des Oberen Keupers. Etwa 1 km südlich von Ehenfeld folgen dann in ihrem Hangenden die meist rötlichbraunen Zanklodon-Letten mit einer harten, weiß- und rotgefleckten kalkigen Konglomeratbank. Die Mächtigkeit dieser Letten schwankt zwischen 23 und 35 m und nimmt nach Nordosten hin zu. Darüber liegt ein etwa 13 m mächtiger, grobkörniger, gelblicher bis blaßroter, in verwittertem Zustand häufig braungefleckter toniger Sandstein, der seinerseits wieder von einem etwa gleich mächtigen, meist roten, mitunter auch grünen Letten ähnlich dem Zanklodon-Letten überlagert wird. ...