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Beitrag zur Kenntnis des faunistischen und floristischen Inhalts der Berliner Paludinenbank

Schmierer, Th.

Kurzfassung

Bei der Durchsicht eines sehr umfangreichen Rohmaterials von Bohrproben aus der Paludinenbank, das vor Jahren von Herrn W. Wolff auf dem Grundstück der Löwenbrauerei in Hohenschönhausen gesammelt und Herrn Menzel zur Bearbeitung übergeben worden war, fanden sich neben Tausenden von Paludinen aller Altersstufen auch andere Reste, die bei unserer noch recht mangelhaften Kenntnis des Fossilinhalts der Paludinenbank mein besonderes Interesse erregten. Schon eine flüchtige Durchmusterung des Rohmaterials ließ erkennen, daß die bisher veröffentlichten Listen, die sich meist auf vereinzelte Funde stützten, einer Ergänzung und vielfach auch einer Berichtigung bedürfen. Das aus der Bohrung Löwenbrauerei Hohenschönhausen zutage geförderte fossilführende Material besteht teils aus einem hell bis dunkelgrauen feinsandigen Ton, der einen geringen, vorwiegend durch die beigemengten Schaltrümmer verursachten Kalkgehalt aufweist, vorwiegend aber aus einem groben, kiesigen Sand mit einzelnen Geröllen und zahllosen ganzen und zertrümmerten Konchylienschalen. Wenn auch durch die Bohrmethode eine Ausschlemmung des ursprünglichen Sediments erfolgt sein mag, so handelt es sich doch um eine vorwiegend sandige Flußablagerung. Das geht einmal hervor aus dem Ausfüllungsmaterial der Paludinen und anderer Schnecken, die häufig bis zur Spitze mit einem festgepackten groben Sand erfüllt sind, sodann aber auch aus den Gesteinsresten, die häufig noch an der Außenseite der Schalen kleben. Auch Flußgerölle finden sich; so liegt mir ein Wallstein vor, dem durch kohlensauren Kalk Schalreste und Trümmer der tonig ausgebildeten Paludinenbank angekittet sind. Außerdem fanden sich Granite, Diabase, silurische Kalke, Feuersteine, kurz lauter Geschiebe nordischer Herkunft. ...