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Die Verwendung der Bauschanalysen klastischer Gesteine zu geologischen Vergleichen unter besonderer Berücksichtigung des Buntsandsteins

Stremme, H.

Kurzfassung

Die Bauschanalysen klastischer Gesteine, deren die geologische Literatur eine große Zahl birgt, werden hauptsächlich zur Feststellung des Mineralgehalts oder der Nutzbarkeit, selten zu geologischen Vergleichen verwendet, d. h, zur Feststellung der besonderen Umstände der Ablagerung. Ansätze hierzu finden sich bereits in G. Bischofs Lehrbuch der chemischen und physikalischen Geologie. Trotzdem später erst bedeutendes Material an Sedimenten analysiert und gelegentlich auch ein Vergleich zwischen heutigen und fossilen an Hand der Analysen ausgeführt wurde, sind solche für paläogeographische Untersuchungen noch nicht grundsätzlich bearbeitet worden, wie u. a. auch die Durchsicht etwa der einschlägigen Werke J. Walthers und K. Andrées einerseits, E. Dacqués und Th. Arldts andererseits zeigt. J. Roths chemische Geologie und F. W. Clarkes Data of Geochemistry gehen auf diese den Geologen besonders berührenden Fragen nicht ein. Bereits G. Bischof hatte die Zahlen der empirischen Analysen nur nach Umrechnung unter Fortfall derer des Wassers, der organischen Substanz, der Karbonate und Salze miteinander verglichen. Wir wollen hier nur den Teil der klastischen Gesteine herausgreifen, welcher mit der Tonerde in direkter Verbindung steht oder stehen kann, weil wir dann eine feste Grundlage für Vergleiche erhalten. Mit der Tonerde stehen in Verbindung hauptsächlich die übrigen Bestandteile der Tone, der Glimmer und der Feldspate, nämlich die Alkalien, die Erdalkalien, die Kieselsäure und das Wässer. Die genannten Mineralgruppen machen neben Quarz und Karbonaten den weit überwiegenden Hauptteil der klastischen Gesteine aus. Während aber der Anteil des Quarzes durch die Beziehung der Tonerde zur Kieselsäure auszudrücken ist, stehen die Karbonate ganz für sich und sollen vorläufig aus der Erörterung ausscheiden. ...