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Ober den Südrand des Rheinischen Schiefergebirges (Begleitworte zu den Blättern Trier-Mettendorf und Mainz)

Leppla, A.

Kurzfassung

Das Blatt Trier-Mettendorf ist in der Hauptsache eine Verkleinerung der geologischen Spezialkarten von H. Grebe und A. Leppla und im luxemburgischen Teil von L. Van Werveke. Die vom preußischen Gebiet vorhandenen Spezialkarten sind von mir in den Jahren 1905-1914 überprüft und ergänzt worden. Aus dem Vergleich mit diesen ergeben sich die Abänderungen, die sich meist auf das Unterdevon des Hochwaldes und Idars, auf den. Devonkeil zwischen der Trierer Triasmulde und der (Graben-)Senke von Wittlich und auf das Unterdevon des Oesling beziehen. Das Blatt Mainz beruht im nordwestlichen Drittel auf meinen bisher noch nicht veröffentlichten Übersichtsaufnahmen im Nahegebiet, im Soon und Hunsrück aus den Jahren 1910-1916. Der bayrische Anteil wurde nach dem Blatt Donnersberg der 1 : 100 000teiligen geologischen Karte von Bayern (München 1920) und der rheinhessische nach der 1883 erschienenen Karte des Mainzer Beckens von E. Lepsius verkleinert. Zum erstenmal ist der nicht dem Unterdevon zuzurechnende Schiefergebirgsanteil am Südfuß des Soons kartistisch wiedergegeben worden und zwar unter dem Begriff ,Vordevon". Diese Bezeichnung wurde gewählt, weil die fraglichen Schichten hier und am Taunusabhang stofflich eine Einheit (Phyllite mit eruptiven Einlagerungen der Keratophyrreihe) bilden, die in der bisherigen Gliederung des Devons keinen Platz finden konnte. Das genauere Alter der Phyllite und ihrer untergeordneten Quarzite, echte Schichtgesteine, konnte bei dem Mangel an Versteinerungen, nicht festgestellt werden. Während die rechtsrheinischen Phyllite stark umgewandelt, verquetscht und serizitisiert sind, erweisen sich diejenigen am Südfuß des Soonwaldes weniger verändert. Stofflich haben die Gesteine zu denen des benachbarten Silurs und denen des Kambriums in Thüringen und im Hohen Venn keine nennenswerten. Beziehungen; es bleibt daher die Möglichkeit eines Algonkium-Alters. Die Eruptiven des Vordevons sind bereits von Herrn Schlossmacher eingehend untersucht und bearbeitet worden. Möglich bleibt, daß die auf dem Blatt Reimsbach der geologischen Spezialkarte von H. Grebe als Hunsrückschiefer gedeuteten Phyllite mit schwarzen Quarziten am Littermont bei Saarlouig ein silurischee Alter haben. ...